AI Integrated Production Summit Hinter die Fassade des KI-Hypes geschaut

Von Ralf Steck 3 min Lesedauer

Die Hannover Messe 2026 stand im Zeichen der künstlichen Intelligenz. An der überwiegenden Zahl der Stände wurde deren Nutzung in industriellen Anwendungen gezeigt. Wichtigstes Schlagwort hierbei: Physical AI, die Verbindung von KI mit Robotik.

Der AI Integrated Production Summit findet am 11. Juni in der Karlsruher Forschungsfabrik statt.(Bild:  Vogel Communications Group)
Der AI Integrated Production Summit findet am 11. Juni in der Karlsruher Forschungsfabrik statt.
(Bild: Vogel Communications Group)

Roboter und künstliche Intelligenz sind ein Traumpaar, wie schon mehrmals geschrieben. Bisher blind und vorprogrammiert agierende Roboter können nun mit ihrer Umwelt interagieren, Teile flexibel greifen und ihre Bewegungen selbständig durchführen.

Früher musste dagegen jede Bewegung jedes einzelnen Gelenks einzeln und „von Hand“ programmiert werden. KI hingegen ermöglicht es, dem Roboter die gewünschte Aktion vorzugeben, woraufhin die integrierte KI berechnet, welche Bewegungen zum Abarbeiten dieser Aktion notwendig sind.

Auch in Software lässt sich KI nutzbringend einsetzen, beispielsweise um Entscheidungsprozesse zu unterstützen und mit Informationen zu unterfüttern. Noch vor wenigen Jahren war ein Produktionsforecast relativ einfach zu erstellen – man schaute, was man in den letzten Jahren produziert und verkauft hatte, schlug eine Wachstumsrate auf und begann zu arbeiten.

In Zeiten multipler Krisen, teurer oder nicht erhältlicher Rohstoffe und brüchiger Lieferketten müssen wesentlich mehr Faktoren in die Entscheidung einbezogen werden. Und diese Faktoren kann eine entsprechend gut trainierte KI durchaus liefern.

In der Fertigung selbst gibt es eine breite Palette von Anwendungen für KI – als Unterstützung bei der Maschinenbelegungsplanung, zur Vorbereitung und Optimierung von Fertigungsprozessen und in Zukunft sogar bei der Konstruktion der Anlagen.

Unverzichtbarer Partner der KI ist die Simulation. So nutzt ein typisches Szenario zur KI-unterstützten Fertigungsplanung einen detaillierten digitalen Zwilling der Fertigungsanlagen und -prozesse. In diesem digitalen Zwilling kann die KI an verschiedenen Parametern drehen und die Auswirkungen in der Simulation beobachten.

Statt beispielsweise eine Erhöhung des Takts an der realen Maschine auszuprobieren und dabei Bruch und Unfälle zu riskieren, lassen sich die Parameter in der digitalen Simulation gehfahrlos in alle Richtungen verändern. Die Ki verändert einen Parameter sowie Parameterkombinationen schrittweise, beobachtet die Resultate und liefert am Ende einen sehr gut ausgetesteten Parametersatz, der erst nach der Validierung mit relativ geringem Risiko in der Praxis umgesetzt wird.

So lassen sich zudem optimale Schachtelungen von Aufträgen simulieren und entwickeln. Am Ende sieht die KI dank des digitalen Zwillings sozusagen in die Zukunft: Da im virtuellen Modell die Zeit beschleunigt ablaufen kann, überholt der digitale Zwilling seinen realen Bruder, Entwicklungen wie die Abnutzung von Bauteilen lassen sich so vorherberechnen. Dies ist beispielsweise die Grundlage einer echten prädiktiven Wartung

Wie weit wir auf diesem Weg tatsächlich sind und welche Technologien schon heute produktiv eingesetzt werden können, wird auf Messen oft nicht klar. Dazu bedarf es des kombinierten Sachverstands von Spezialisten aus der Forschung – sie wissen, was theoretisch möglich ist – und Anwendern aus der Praxis – die wissen, was sich real umsetzen lässt.

Der AI Integrated Production Summit am 11. Juni in der Karlsruher Forschungsfabrik ist eine ideale Gelegenheit, diese Spezialisten aus Forschung und Praxis zu treffen. In Vorträgen werden Wissen und Best Practices vermittelt und es gibt Gelegenheit, mit den Spezialisten direkt zu sprechen. Auf der Forschungsseite arbeitet die Veranstaltung mit hochkarätigen Sprechern vom KIT und den Fraunhofer Instituten IOSB und ICT zusammen, die Riege der Praktiker kommt ebenso von großen Unternehmen wie Siemens und Mercedes-Benz wie von KMU wie Grob oder Dieffenbacher.

Der AI Integrated Production Summit schaut hinter die glänzende Fassade des KI-Hypes!

Ihr Weg in die digitale Zukunft

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AI Integrated Production Summit

Bringen Sie Ihre Fertigung vom Proof-of-Concept in den produktiven Einsatz. Der AI Integrated Production Summit am 11. Juni 2026 in Karlsruhe ist Pflicht, wenn Sie Effizienz, Qualität und Flexibilität Ihrer Fertigung mit KI, modularen Anlagenkonzepten und digitalen Zwillingen vorantreiben möchten.Gezeigt werden übertragbare Use Cases, Referenzlösungen und Partnerschaften – aus der Industrie für die Industrie.

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