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Teilereinigung

CO2-Schneestrahlen verdrängt Nassreinigung bei Kunststoffteilen

24.03.2010 | Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Bild 1: Beim CO2-Schneestrahlen trifft das Reinigungsmedium auf die Oberfläche verflüssigt und sublimiert. Es entstehen mechanische, chemische und thermische Reinigungseffekte. Bild: ACP
Bild 1: Beim CO2-Schneestrahlen trifft das Reinigungsmedium auf die Oberfläche verflüssigt und sublimiert. Es entstehen mechanische, chemische und thermische Reinigungseffekte. Bild: ACP

Mehr Wirtschaftlichkeit, Bauteilsauberkeit und Umweltschutz verspricht das CO2-Schneestrahlen bei der Reinigung von Kunststoffteilen. Dass es auch mehr Freiheit bei der Bauteilkonstruktion bietet, zeigt die Substitution einer Anlage zur Nassreinigung von Anbauteilen in der Automobilindustrie.

Üblicherweise geht dem Lackieren von Kunststoffteilen in der Automobilindustrie eine Nassreinigung voran. Im BMW-Werk Landshut ist das anders. Seit gut einem Jahr sorgt dort vor dem Haftgrundauftrag ein CO2-Schneestrahlsystem der ACP Advanced Clean Production GmbH, Esslingen, für die erforderliche Sauberkeit von Anbauteilen (Bild 1). Aus dieser Umstellung resultieren nicht nur mehr Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und höhere Qualität, es entsteht auch ein Plus an Designfreiheit. Das sind für den Automobilhersteller BMW Gründe genug, um diese effiziente Trockenreinigung auch in eine Decklacklinie zu integrieren.

Bessere Bauteilsauberkeit vor dem Lackieren der Teile

Lackierkonzepte, die mehr Wirtschaftlichkeit, Materialeffizienz und Umweltschutz versprechen, stoßen bei der BMW Group auf offene Ohren. So war man einer der ersten Automobilhersteller, der ein Wasserlacksystem in der Seriefertigung zum primerlosen Lackieren verwendete – und damit die VOC-Emissionen und den Energieverbrauch reduzierte.

Diese Strategie wurde nun bei der Reinigung von Kunststoff-Anbauteilen im BMW-Werk Landshut fortgesetzt. Dort fertigt der Bereich Kunststoff-Exterieur unter anderem Stoßfänger, Seitenwände, Heckblenden und -spoiler für zwei BMW-Modelle.

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CO2-Schneestrahlen senkt Energeverbrauch und Abwassermenge

Vor dem Lackieren wird dabei das CO2-Schneestrahlen angewendet, das heute die Nassreinigung in einer Powerwash-Anlage ersetzt. Bei der Waschanlage störten zum Beispiel der Energie- und Wasserverbrauch, außerdem die Abwassermenge, die vor der Ableitung aufbereitet werden musste. Diese Betriebsfaktoren banden Kosten.

Darüber hinaus ging es um die Verbesserung des Reinigungsergebnisses. Als entscheidend stellte sich dabei die Reinigung filigraner Bauräume heraus, in die das Reinigungsmedium hineinkommen muss.

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Kompakter Reinigungskopf zum CO2-Schneestrahlen erforderlich

Dazu ist ein kompakt gebauter Reinigungskopf erforderlich – wie der Reinigungskopf des CO2-Schneestrahlsystems von ACP – in der Ausführung als Zweistoff-Ringdüse: Strömt flüssiges CO2 aus der Düse, entspannt es zu einem Schnee-Gas-Gemisch, das bei der Zweistoff-Ringdüse den Kernstrahl bildet.

Zusätzlich ausströmende Druckluft als Mantelstrahl hüllt das Schnee-Gas-Gemisch ein und beschleunigt die winzigen, nicht abrasiven CO2-Schneekristalle auf Überschallgeschwindigkeit. Dieser zusätzliche Druckluftstrom erhöht den Angaben zufolge im Vergleich zu Einstoffdüsen die Reinigungsleistung bei niedrigem CO2-Verbrauch.

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