Composites Europe 2015 Composite-Ideen verändern die Schlüsselbranchen

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Wie und warum faserverstärkte Leichtbaumaterialien unser Leben bereichern, zeigt in Stuttgart zum 10. Mal die FVK-Messe Composites Europe. Anwendungen für Windkraftanlagen, Autobau sowie Luft- und Raumfahrt gehören zu den besonderen Highlights.

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Start frei! Für die Composites Europe in Stuttgart. Parallel startet zum zweiten Mal die Hybrid Expo. Faserverbundwerkstoffe und Multimaterialkomponenten beherrschen vom 22. bis 24. September das Messegeschehen in Baden-Württembergs Metropole.
Start frei! Für die Composites Europe in Stuttgart. Parallel startet zum zweiten Mal die Hybrid Expo. Faserverbundwerkstoffe und Multimaterialkomponenten beherrschen vom 22. bis 24. September das Messegeschehen in Baden-Württembergs Metropole.
(Bild: Reed Exhibitions)

Ihr erstes rundes Jubiläum feiert die Composites Europe in Stuttgart. Vom 22. bis 24. September präsentieren über 450 Leichtbauexperten aus dem Automobilbau, der Luftfahrt, dem Maschinenbau, dem Bootsbau, der Windenergie und dem Bausektor die Speerspitzen der Entwicklung. Circa 11.000 Besucher erwartet der Veranstalter Reed Exhibitions Deutschland, die in den Hallen 3, 5 und 7 die ganze Welt der Composites erleben können.

Vorgestellt werden dabei Produktions- und Verarbeitungsprozesse, Material-Innovationen und aktuelle Leichtbauprojekte. Einen Schwerpunkt setzt die Entwicklung und Optimierung großserientauglicher Fertigungsprozesse. Zu den Besucherhighlights gehören das Composites Forum sowie mehrere Sonderflächen, darunter etwa die Product Demonstration Area, auf der stündlich spannende Ideen und Best Practice live demonstriert werden. Neu im Programm ist der 1st International Composites Congress (ICC), der die Internationale AVK-Tagung ersetzt und für den das Partnerland USA die Patenschaft innehat. Zur Premiere bringt der Kongress am 21. und 22. September die führenden Compositeexperten aus ganz Europa zusammen und zeigt dazu interessante Neuheiten aus der FVK-Branche. Premiere feiert auch die Biocar, eine Konferenz in Zusammenarbeit mit dem Messeveranstalter, dem Bioplasticsmagazine, dem AVK sowie dem Nova-Institut, die am 24. und 25. September stattfindet und biobasierte Materialien für den Automobilbau zum Thema hat.

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Autobauer mit von der Partie

Der automobile Leichtbau spielt diesmal eine besondere Rolle und diverse Aussteller liefern dazu ihren Beitrag, wie etwa einen serientauglichen Strukturschaum von Evonik namens Rohacell Triple F, mit dem dreidimensionale, werkzeugfallende Partikelschaumkerne gefertigt werden können. Damit gelingt es, Materialverluste und Arbeitsschritte bei der Herstellung von Schaumstoffkernen für Sandwichanwendungen deutlich einzusparen, teilt der Aussteller mit. Über 50.000 komplexe Sandwichteile könnten pro Jahr wirtschaftlich hergestellt werden. Ein namhafter Fahrzeughersteller habe das System bereits im Einsatz.

CQFD Composites aus Frankreich zeigt einen für Hyundai entwickelten Front-Stoßstangenträger, der aus einem hochfesten, speziell pultrudierten Compositeeinsatz besteht und zur Funktionsintegration mit Kunststoff umspritzt wurde. Krauss-Maffei kombiniert mit dem Fiberform-Verfahren das Thermoformen für Organobleche mit dem Spritzgießen: Dank des automatisierten Prozesses sind Zykluszeiten unter 60 s und damit der Einsatz in der Großserie möglich. So entstehen zum Beispiel Sitzschalen und -lehnen. Mit Hybridgewirken, -geweben und -geflechten aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die im Auto für Querlenker oder Stoßfänger zum Einsatz kommen, will die Iprotex GmbH auftreten und bei Hennecke steht unter anderem ein Smart-Leichtbaudach in Papierwaben-Sandwichbauweise im Rampenlicht.

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