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Supply Chains Covid-19-Impfstoff sicher verteilen

Während das Rennen um die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffes auf die Zielgerade einbiegt, stellt sich die Frage nach dessen Transport und seiner Lagerung. Mecotec bietet dafür eine „coole“ Lösung an.

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Der Transport- und Lagercontainer von Mecotec verfügt über ein Tiefst-Kühllager mit circa 13 m³ Volumen bei einer Lagertemperatur von bis zu -80 °C. Bis zu 1 Mio. Impfdosen finden darin Platz.
Der Transport- und Lagercontainer von Mecotec verfügt über ein Tiefst-Kühllager mit circa 13 m³ Volumen bei einer Lagertemperatur von bis zu -80 °C. Bis zu 1 Mio. Impfdosen finden darin Platz.
(Bild: Mecotec)

Viele Impfstoffe behalten ihre Wirksamkeit nach heutigem Stand der Wissenschaft nur bei konstanten Temperaturen bis zu -80 °C. Auch der jetzt scheinbar unmittelbar vor seiner Zulassung stehende Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer muss bei -70 °C gelagert beziehungsweise transportiert werden. Das auf Freezing Technology spezialisierte Unternehmen Mecotec aus Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat für die fragile Versorgungskette des Impfstoffs eine Lösung entwickelt, die weltweit eingesetzt werden kann.

Der Impfstoff wird dazu direkt nach der Herstellung in einer Art Tiefst-Kühlhaus auf -70 °C eingefroren, bevor er in einen Container geladen und bei gleichbleibenden Tiefsttemperaturen sicher transportiert werden kann. Ist der Impfstoff an seinem Ziel, der Verteilerstation, angelangt, fungiert der Transportcontainer gleichzeitig als Lager- und Verteilzentrum.

Im Container steckt viel mehr

Laut Jan Hüneburg, Geschäftsführer von Coolant, der Industriesparte von Mecotec, haben es die bei der Entwicklung des Prototypen gewonnen Projekterkenntnisse seinem Unternehmen innerhalb kürzeste Zeit ermöglicht, die Tiefst-Kühlhausanlage zu einem Transport-, Lager- und Verteilcontainer weiterzuentwickeln. „Auch für das von der Bundesregierung vorgestellte Konzept für Transport und Verteilung der Impfstoffe wären unsere Container einsetzbar“, sagt Hüneburg.

Und das geht so: Die Impfdosen werden in Transportverpackungen und Isolationsbehältern in den mobilen Kühlcontainer verladen. Unter Beibehaltung der Umgebungstemperatur (bis zu -80 °C) werden die Impfdosen zum Verteil- beziehungsweise Impfzentrum transportiert, wo sie einzeln entnommen werden können. Temperatur und Standort des Containers lassen sich während des gesamten Prozesses zentral überwachen.

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