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Messtechnik

Damit im Presswerk alles an der richtigen Stelle sitzt

| Redakteur: Claudia Otto

Was die Automatisierung angeht, war die Automobilindustrie schon immer führend. Im Bereich des Karosseriebaus spielt dabei Schuler eine bedeutende Rolle. Um seine tonnenschweren Pressen und Transferanlagen exakt ausrichten zu können, setzt das Unternehmen auf Lasermesstechnik von Faro.

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Das modular aufgebaute elektronische 3-Achs-Transfersystem von Schuler muss passgenau in die Transferpresse integriert werden.
Das modular aufgebaute elektronische 3-Achs-Transfersystem von Schuler muss passgenau in die Transferpresse integriert werden.
(Bild: Schuler)

Ganz gleich ob auf der Motorhaube VW, Audi, Ford, Fiat, Mercedes, Rolls Royce, BMW oder Porsche steht und in welchem Land ein Automobil entstanden ist, seine Struktur aus geschnittenen, gestanzten und umgeformten Werkstoffen, wie zum Beispiel Blech oder Aluminium, ist das Ergebnis tonnenschwerer Pressen, auf denen immer wieder ein Name zu finden ist: Schuler.

Schuler kann auf eine Geschichte verweisen, die mittlerweile bereits 175 Jahre zurückreicht. Das 1839 von Louis Schuler in Göppingen gegründete Unternehmen spezialisierte sich schon früh auf den Bau von Maschinen zur Blechumformung. 1924 präsentierte Schuler die erste Karosseriepresse für die Massenproduktion von Automobilen. Heutzutage ist Schuler mit über 1 Mrd. Umsatz im Jahr ein Global Player unter den Pressenherstellern und gilt als der unangefochtene Weltmarktführer in der Umformtechnik.

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Zum Produktportfolio zählen aber nicht nur Pressen. Schuler liefert passend dazu auch die gesamte Prozesstechnologie für die metallverarbeitende Industrie. Das schließt auch den Teiletransport ein, der zum Beispiel in der Automobilindustrie dafür sorgt, dass die in der Presse geformten Karosseriebauteile nahtlos zum nächsten Bearbeitungsschritt in der nachgelagerten Prozesskette transportiert werden.

Wo das Automobil Formen annimmt

Das Presswerk ist das Herzstück der Automobilproduktion. Und es bildet mit seinen gewaltigen Dimensionen auch optisch den Mittelpunkt jedes Fahrzeugproduktionswerks. Dort stehen die größten Umformpressen, die Schuler im Programm hat. Sie stellen die Karosserieteile her, die dann in zahlreichen nachgeordneten Produktionsschritten verarbeitet werden, bis am Ende die fertige Rohkarosserie entsteht, der man schon sehr deutlich die Form des späteren Fahrzeugs ansehen kann.

Die Automobilproduktion ist heute ein weitgehend vollautomatisch ablaufender Vorgang, bei dem speziell im Karosseriebau nur noch an ganz wenigen Stellen Handarbeit angesagt ist. Entsprechend groß ist die Bedeutung, die dem Teiletransport zukommt, mit dem geformte Bauteile innerhalb der Presse weiter transportiert und an den nächsten Produktionsschritt übergeben werden.

Ein Mann, der beim Aufbau oder Umbau von Pressensystemen immer wieder im Mittelpunkt steht, ist Rainer Graf. Er ist im Bereich Qualitätssicherung von Schuler tätig und für die mechanische Abnahme von Anlagen beim Kunden vor Ort verantwortlich. „Wir sind direkter Ansprechpartner des Kunden, gehen Problemen auf den Grund und sind für die Abnahme neuer oder veränderter Anlagen zuständig.“

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