Finanzierungs-Studie Das Interesse an flexibler Finanzierung steigt

Redakteur: Robert Horn

Siemens hat eine neue Studie veröffentlicht, die innovative, ergebnisorientierte Geschäftsmodelle beleuchtet. Dabei wurde untersucht, wo diese Geschäftsmodelle derzeit zum Einsatz kommen, inwiefern nutzungsorientierte Finanzierungsmodelle (pay-to-use) weiterhin zum Einsatz kommen und wie sich die Trends voraussichtlich bis 2020 entwickeln.

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Bei den Finanzierungsmodellen sind ergebnisorientierte Modelle immer stärker gefragt, stellt die Studie fest.
Bei den Finanzierungsmodellen sind ergebnisorientierte Modelle immer stärker gefragt, stellt die Studie fest.
(Bild: Siemens Financial Services)

Im Rahmen der Studie der Financial Services Division (SFS) wurden Unternehmen und Industrieverbände aus 13 Ländern befragt. Dabei kommt es in verschiedenen Ländern zu Unterschieden bei der Umsetzung neuer ergebnisorientierter Modelle. Hier sind verschiedene Entwicklungsphasen zu verzeichnen. So setzen zum Beispiel Unternehmen in den USA und in Westeuropa stärker auf eine Diversifikation der Finanzierungslösungen als Unternehmen in Osteuropa und Asien.

Die Studie zeigt allerdings auch, dass es in den letzten Jahren immer mehr Lösungen gibt, bei denen Unternehmen auf der Grundlage erwarteter Geschäftsergebnisse zahlen und auch das Interesse daran deutlich steigt. Diese Geschäftsergebnisse können dabei Produktivitätssteigerungen im Herstellungsprozess, ein geringerer Energieverbrauch, geringere Prozesskosten, ein schnellerer Patientendurchsatz oder geringere Umweltbelastungen sein.

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Anstatt für die Technologie selbst zu zahlen, sondern für das damit erzielte Ergebnis, führt zu mehr Kostentransparenz und eliminiert das Risiko, überalterte Technologie einzusetzen und Kapital zu binden. Diese Geschäftsmodelle unterstützen Unternehmen daher dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben und ihren Kunden innovative Lösungen und Serviceleistungen zu bieten.

Ergebnisorientierte Finanzierungsmodelle sind im Trend

„Die Möglichkeit, die Finanzierung einer Technologie mit den daraus erwarteten Geschäftsergebnissen zu kombinieren, ist ein Trend in immer mehr Branchen“, sagt Kai-Otto Landwehr, Geschäftsführer der Commercial-Finance-Einheit von Siemens Financial Services in Deutschland. „In einer digitalen Welt, in der die Technik immer schneller ersetzt wird und damit das Investitionsrisiko steigt, bieten diese Modelle einen entscheidenden Vorteil.“

Die Befragungen zeigen zudem, dass Unternehmen immer weniger davon ausgehen, mit ihren bestehenden Anlagen und Geräten über zehn Jahre wettbewerbsfähig bleiben zu können. Infolgedessen haben nutzungsorientierte Finanzierungsformen wie Leasing oder Anlagenfinanzierung in den vergangenen 20 Jahren an Bedeutung gewonnen, und auch in Zukunft ist von einem verstärkten Trend in diese Richtung auszugehen. Grund hierfür sind die immer schneller werdenden Innovationszyklen auf den Technologiemärkten.

Mehr als 40 Finanzmanager aus Produktionsunternehmen, Infrastrukturorganisationen und von Gesundheitsversorgern wurden zwischen September und Oktober 2016 telefonisch interviewt. Sie wurden über ihre Meinung zu nutzungs- und ergebnisorientierten Geschäftsmodellen und über deren voraussichtliche Entwicklung befragt. Dieselben Fragen wurden auch Vertretern von Industrieverbänden gestellt. Die Befragten stammten aus China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Polen, Russland, Skandinavien, Spanien, Türkei und den USA. Die Studie nutzte außerdem Daten, die in mehr als 100 weiteren zwischen 2015 und 2016 geführten Interviews mit Unternehmen, Krankenhäusern und städtischen Behörden zum Thema Digitalisierung erfasst wurden.

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