Fakuma 2026 Deckerform macht High-Speed auf der Fakuma deutlich

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Rekordtempo und Live-Technologie im Formenbau: Deckerform zeigt auf der Fakuma, wie High-Speed in der Praxis funktioniert. Und das erlebt man in Halle A3 ...

Erfahren Sie schon jetzt, was Deckerform Technologies auf der Fakuma 2026 präsentieren wird. Ein Highlight nennt sich zum Beispiel „Die Kunststoffschlosserei“. Lesen Sie ...(Bild:  Deckerform Technologies)
Erfahren Sie schon jetzt, was Deckerform Technologies auf der Fakuma 2026 präsentieren wird. Ein Highlight nennt sich zum Beispiel „Die Kunststoffschlosserei“. Lesen Sie ...
(Bild: Deckerform Technologies)

Der Aichacher Komplettanbieter Deckerform Technologies macht die Fakuma zum Schauplatz, um die neue „Kunststoffschlosserei“ zu präsentieren. Dahinter verbirgt sich ein starkes Netzwerk mit der Possehl-Gruppe sowie eine spektakuläre Live-Anwendung, die gemeinsam mit der Leonhard-Kurz-Stiftung entwickelt wurde, wie es heißt. Denn der internationale Kunststoffmarkt verlange nach immer höheren Entwicklungsgeschwindigkeiten. Doch vor allem in Deutschland bremsen bürokratische Hürden, lange Abstimmungswege und zögerliche Freigabeprozesse viele Innovationsprojekte aus, so Deckerform. Wenn die Umsetzung von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt sozusagen Jahre in Anspruch nimmt, verstreichen wertvolle Marktchancen. Dass es auch anders geht, demonstriert Deckerform dann in Friedrichshafen. Unter dem Fokus auf agile Prozesse, präsentiert der Spezialist für Werkzeugbau, Produktentwicklung und Spritzgusstechnik dann Möglichkeiten, um Projekte dennoch in Rekordzeit auf die Straße zu bringen, wie die Aichacher versprechen. Ergänzt werde alles durch den exklusiven Vertrieb der vollelektrischen Toyo-Spritzgießmaschinen im deutschsprachigen Raum. Die in Japan entwickelten und gefertigten Maschinen böten höchsten Wirkungsgrad bei minimalem Energiebedarf.

Die Kunststoffschlosserei: Innovation trifft Polymer

Ein zentraler Erfolgsfaktor für diese außergewöhnliche Umsetzungsgeschwindigkeit sei ein neu geschaffener Bereich im Aichacher Stammhaus – genannt Kunststoffschlosserei. Deckerform habe zwar schon immer pragmatisch und direkt am Material gearbeitet, doch mit der Einrichtung dieses dedizierten Reallabors erhalte der interdisziplinäre „Hands on“-Ansatz eine feste Heimat im Formenbau. Die Kunststoffschlosserei ist laut Deckerform also der Ort, an dem Theorie und Praxis ohne Umschweife aufeinandertreffen. Hier werde nicht in langen Meetings debattiert, sondern direkt am Werkstoff gearbeitet. Das 55-köpfige Team sägt, schraubt, fräst, biegt, schäumt und testet Prototypen, um die Grenzen des Machbaren frühzeitig auszuloten, heißt es präziser. Egal, ob Biegeversuch, 3D-Druck, der Einsatz innovativer Werkstoffe oder komplexe Materialmixturen – Technische Kennwerte werden hier nicht nur simuliert, sondern haptisch erfahrbar und fühlbar gemacht, wie man betont. Das verhindere teure Korrekturschleifen in späteren Projektphasen und schaffe bereits im Frühstadium einer Entwicklung absolute Prozesssicherheit.

Nicht die Chinesen sind das Problem

Um das avisierte Entwicklungstempo auch strukturell in die Kunststoffbranche zu tragen, holt Deckerform kompetente Partner an den Messestand. Mit Possehl Consulting etwa, der Mittelstandsberatung der Possehl-Gruppe mit Büro in Augsburg, verbindet Deckerform eine auf Netzwerktreffen entstandene Partnerschaft, die auf denselben Grundwerten fußt. Diese heißen Bürokratie abbauen, Projekte verschlanken und Geschwindigkeit konsequent umsetzen. Possehl Consulting hat unter dem Stichwort „China Speed" analysiert, warum chinesische Unternehmen neue Produkte oft in einem Bruchteil der hierzulande üblichen Zeit auf den Markt bringen. Das Ergebnis ist, dass der eigentliche Gegner deutscher Industrieunternehmen nicht der Wettbewerber aus Fernost ist, sondern die interne Wartezeit, zwischen Entscheidungen, Freigaben und Abteilungen. Statt chinesische Arbeitszeiten zu kopieren, setzt die Beratung deshalb am Operating Model an. Das bedeutet, kleine Entscheidungskreise mit klarer Verantwortung, cross-funktionale Teams, frühe Einbindung von Lieferanten und parallelisierte statt streng sequenzielle Entwicklung. Man arbeitet quasi aus dem Mittelstand, für den Mittelstand, wie man es zusammenfassen könnte.

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