Der eine so, der andere so ... Forvia und Hella im Wechselspiel aus Stabilität und China-Verlusten

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Forvia hat von Januar bis Ende September 2026 wegen höherer Kosten für Elektronikbauteile operativ deutlich weniger in die Kasse bekommen. Der Tochter Hella geht es etwas besser ...

Der eigentlich für Fahrzeug-Scheinwerfer bekannte Player Hella konnte in diesem Jahr vor allem durch andere Produkte die Lage stabil halten. Währenddessen geht es der französichen Mutter Forvia nicht ganz so gut ...(Bild:  Hella)
Der eigentlich für Fahrzeug-Scheinwerfer bekannte Player Hella konnte in diesem Jahr vor allem durch andere Produkte die Lage stabil halten. Währenddessen geht es der französichen Mutter Forvia nicht ganz so gut ...
(Bild: Hella)

Den Umsatz hielt Hella, die deutsche Tochter des französischen Forvia-Konzerns, trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes aufgrund des guten Elektronikgeschäfts immerhin stabil. An der Prognose für das laufende Jahr hält das Management grundsätzlich fest, doch man wird beim Blick auf die operative Marge vorsichtiger. Die Mutter meldete unterdessen einen Umsatzrückgang. Jedoch habe es im dritten Quartal auch dort erste Lichtblicke gegeben. Doch Forvia bekommt weiterhin das schwierige Geschäft der internationalen Automobilhersteller in China zu spüren. Der Umsatz der Franzosen aus Nanterre sank in den ersten neun Monaten dadurch um 2,7 Prozent (auf 15,6 Milliarden Euro). Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen um ein Prozent zu. An seiner Prognose hält Forvia, wie es weiter heißt, fest.

Hella freut sich über guten Elektroniktrend in Europa

Und Hella informierte bereits Ende Oktober (nach Börsenschluss) über einen Umsatz für die ersten neun Monate von knapp 5,9 Milliarden Euro, was nur leicht über dem Vorjahreswert lag. Währungsbereinigt stiege der Erlös um ein Prozent. Das Lichtgeschäft ging dabei wegen der schwachen Entwicklung in China deutlich zurück, wohingegen die Sparte Elektronik zulegte. Dabei habe Hella besonders in Europa von höheren Produktionsmengen, Neuanläufen bei Radarsensoren und einer gestiegenen Nachfrage nach Energiemanagementkomponenten wie Spannungswandlern und Batteriesensoren. Aber auch der Bereich Steuerungselektronik laufe gut. Das Elektronikgeschäft soll nun erstmals den größten Anteil zum Umsatz beitragen. Das bereinigte operative Ergebnis sei bis Ende September hingegen um 13 Prozent auf 294 Millionen Euro gefallen. Die operative Marge sank um 0,8 Prozentpunkte (auf fünf Prozent). Hella führte diesen Effekt auf teurer gewordene elektronische Komponenten und höhere Anlaufkosten bei Projekten mit Lichtsystemen zurück.

Hella genießt eine gute strategische Ausrichtung

Das Unternehmen musste auch noch einen Abfluss von Finanzmitteln von 99 Millionen Euro verkraften, wie man weiter erfährt. In den ersten neun Monaten des Vorjahres war der Cashflow noch positiv ausgefallen. Alles in allem verdiente Hella hingegen wegen niedrigerer Umbaukosten mit knapp 131 Millionen Euro (nach Minderheitsanteilen) mehr als im Vorjahr, als man rund 102 Millionen Euro Gewinn eingefahren hatte. Für das laufende Jahr peilt Hella nun weiter einen währungsbereinigten Umsatz zwischen 7,4 und 7,9 Milliarden Euro an und geht dabei sogar von der oberen Hälfte der Bandbreite aus. Die bereinigte operative Marge dürfte aber nur noch das untere Ende der bisherigen Zielspanne (5,4 bis sechs Prozent) erreichen. Im letzten Jahr hatte Hella knapp 7,9 Milliarden Euro umgesetzt. Die Marge lag bei sechs Prozent. Man agiere seit Beginn des Geschäftsjahres in einem volatilen, von hohem Wettbewerbsdruck geprägten Markt. Dass Hella trotz eines rückläufigen Branchenumfelds den Umsatz stabil halten und die Entwicklung der Fahrzeugproduktion übertreffen konnten, zeigt, dass man eine gute strategische Ausrichtung im wesentlichen Wachstumsfeld hat – insbesondere eben in puncto Elektronik.

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