Auslandsprojekte Den Produktionsaufbau im Ausland sicher beherrschen
Explodierende Kosten, verzögerter Produktionsanlauf und unzureichende Produktqualität sind häufige Begleiterscheinungen beim Aufbau von Werken im Ausland. Wird das Vorhaben sorgfältig aufgesetzt, reduziert dies die finanziellen und zeitlichen Risiken. Die Aufteilung in Teilprojekte reduziert die Komplexität.
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Von den Risiken solcher Projekte sind Investitionsvorhaben mittelständischer Unternehmen genauso betroffen wie Milliarden Euro teure Fabrikneubauten großer Konzerne. Gerade in der gegenwärtigen Rezession kann dies zur erheblichen Belastung für das gesamte Unternehmen werden. Mitunter beenden ein Investitionsstopp und personelle Neubesetzungen das zuvor begeistert begonnene Vorhaben.
Dabei scheinen solche Standortprojekte anfangs fast immer reibungslos abzulaufen. Das erweist sich häufig als ein Trugschluss, denn potenzielle Risiken werden regelmäßig erst in der Endphase des Projektes als handfeste Probleme offenbar. Hier setzt professionelles Projektmanagement an. Neben den operativen Aufgaben geht es vor allem darum, Risiken bereits während der frühen Projektphasen zu analysieren, zu antizipieren und konsequent zu minimieren.
Einfache Strukturen für komplexe Aufgaben
Insbesondere bei großen Investitionsvorhaben besteht die Tendenz, der Aufgabenkomplexität mittels einer ebenso komplexen Struktur gerecht werden zu wollen. Dagegen setzt vorausschauendes Projektmanagement einen zwar umfassenden, aber möglichst einfachen Ansatz voraus. Die Teilprojekte sind so zugeschnitten, dass sie sich weitgehend unabhängig voneinander abwickeln lassen. Auf diese Weise können sinnvolle Ziele mit den Teilprojektleitern vereinbart werden, woraus sich zugleich die Berichtsstruktur ableitet.
Da sich der Gesamterfolg aber nur als Summe sämtlicher Teilprojekte einstellt, tragen mehrere solcher Projekte zum Erreichen der Meilensteine bei (siehe Grafik). Auf diese Weise werden die Teilprojekte synchronisiert, die Meilensteine bilden die Klammer für das Gesamtprojekt. Beispielsweise stehen zum Zeitpunkt der Maschineneinbringung die Werkhalle, ein Team ausgebildeter Mitarbeiter, die betriebsnotwendige IT-Infrastruktur und die einzubringenden Maschinen bereit. Zum zuverlässigen Erreichen der Meilensteine ist erfahrungsgemäß den Schnittstellen der Teilprojekte besondere Beachtung zu schenken. Dazu zählen unter anderem die Layoutplanung, die Ausbildungsorganisation und die Prozessfähigkeit der Maschinen.
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