Elektromotor Der Antrieb fürs Exoskelett

Autor: Karin Pfeiffer

Wenn der Mensch mehr Kraft braucht, laufen Motoren. Bei Exoskeletten und Prothesen kommt die Bewegung oft komplett aus dem Antriebsstrang. Welche Entwicklungen sich hier abzeichnen, erzählen Robert Varonier und Kevin Moser von Faulhaber.

In der myoelektronischen Handprothese Bebionic sitzen fünf kleine Elektromotoren, einer für jeden Finger.
In der myoelektronischen Handprothese Bebionic sitzen fünf kleine Elektromotoren, einer für jeden Finger.
(Bild: Ottobock)

Die Antriebstechnik ist ohnehin von enormer Dynamik geprägt. Haben medizintechnische Anwendungen andere oder speziellere technologische Anforderungen an die Komponenten als andere Branchen?

Kevin Moser: Der Einsatzzweck am Menschen unterscheidet sich doch stark von zum Beispiel Anwendungen in der Industrie. So sollte bei Prothesen das Erscheinungsbild anthropomorph sein, also Größe und Gewicht zum Träger passen. Ebenso müssen die Antriebe möglichst leise sein und die Prothese zudem sehr robust und unempfindlich gegenüber Stößen, Schocks oder Temperaturschwankungen. Schließlich ist die Prothese ein Gegenstand des täglichen Lebens für Betroffene.

Selbstverständlich erfordert der Einsatzzweck ein hohes Leistungsgewicht, das heißt so kompakt und leicht wie möglich bei gleichzeitig hoher Leistung.

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Journalistin