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Brille benötigt 3D-CAD-Daten mit der kompletten Biegefolge
Für die Projektion muss in der CAD-Software mit den 3D-Daten eine Biegefolge erstellt werden. Dafür sind alle Schritte bis hin zum gebogenen Endprodukt nötig.
Die momentane Entwicklung von sogenannten „AR-see-through“-Brillen ist noch ganz am Anfang. Die bisher verfügbaren Brillen bieten noch immer nicht die gewünschte Vollfunktionalität, weil keine AR-Brille mit eingebauter Kamera existiert. Deshalb arbeitet Safan mit einigen bekannten Herstellern eng zusammen, um sicherzustellen, dass solche Brillen auch in einem industriellen Umfeld einsetzbar sind.
Heute können in die AR-Brillen schon folgende Informationen projiziert werden:
- Position der Anschlagfinger (auch bei geschlossenem Pressbalken) und eine Indikation, welcher Anschlagpunkt genau verwendet werden soll;
- übrige Informationen wie: Warnungen, Zeichnungen, Produktinformationen und andere zur Produktion relevante Dinge.
Augmented-Reality-System soll in der Zukunft um weitere Module erweitert werden
Die heutige Ausführung von Safan Darley Eye steht noch am Beginn einer Entwicklung, die in naher Zukunft mit anderen Modulen erweitert werden soll.
So denkt das Unternehmen zum Beispiel an eine Version, die, sobald es AR-Brillen mit einer eingebauten Kamera gibt, die noch nicht fertig gebogenen Produkte erkennt und dann die richtige Biegefolge anzeigt. Eine solche Kamera auf der Brille könnte auch eine falsche Bedienung der Presse erkennen, sodass die Software daraufhin die Maschine blockiert.
Safan Darley hat schon weitere Anwendungsmöglichkeiten anvisiert, die jetzt entwickelt werden. So soll das System unter anderem Änderungen am Bauteil erkennen, bei Wartungsarbeiten Informationen weitergeben und assistieren, den Service beim Auffinden von Fehlerquellen unterstützen sowie aktuelle Informationen aus Produktplanungssystemen bereitstellen. MM
* Marco Lichtenberg ist Leiter Forschung & Entwicklung bei der Safan B.V. in 7240 AB Lochem (Niederlande)
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