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So stellt der Laser ein multiples Werkzeug mit ganz neuen Bearbeitungsmöglichkeiten von Kunststoffen dar (Bild 3). Das absolut berührungslose Verfahren offeriert geradezu ein Netzwerk an Vorteilen (Bild 4). Denn ganz ohne Krafteinwirkung trennt, schweißt oder graviert das gebündelte Laserlicht die Werkstoffe, die seine Strahlung gut absorbieren können. Dieser Vorteil gilt auch für flexible Werkstoffe, wie zum Beispiel für Kunstfaserprodukte aus Acryl oder Polyester. Somit ist der Laser auch beim Zuschnitt von Folien und Textilien anwendbar.
Besonders die einfachen Konzepte erhöhen den Ertrag
Die Anforderungen an zukünftige Laserzuschnitte drehen sich aktuell auch um das Materialhandling. Werkstoffe, die mittels Laserstrahl „zerspant“ werden sollen, verdampfen – sublimieren. Es entstehen Rauchgase sowie Aerosole, die sicher abgeführt werden müssen. Hier hilft die Idee des Conveyor-Konzeptes (Bild 5) als eine Möglichkeit der Materialauflage, um flexible Werkstoffe von der Rolle (Ballenbreite bis zu 3200 mm) auf die spezielle Materialauflage – ein sogenanntes Stabgeflechtband – spannungs- und verzugsfrei zu fördern. Gleichzeitig lassen sich alle entstehenden Dämpfe nach unten abführen.
Von einem Entnahmetisch aus kann das bearbeitete Material anschließend manuell oder automatisiert entnommen oder auch wieder aufgewickelt werden. Auf einem Eurolaser-Portalsystem LCS XL-3200 etwa (Bild 2), findet eine Vollformat-Acrylglasplatte von 2050 mm × 3050 mm Platz, für die Eurolaser auch Wechseltischsysteme anbieten kann (Bild 6): Während ein Bereich vom Laser bearbeitet wird, ist der andere zur Materialentnahme und Neubestückung freigegeben. Diese oder eine adäquate Shuttletisch-Technik ermöglicht den konsequenten Dauereinsatz der Laseranlage ohne lange Stillstandszeiten durch Be- und Entladeschritte.
CCD-Kamera verbessert die Prozesssicherheit
Für eine wirtschaftliche Serienproduktion sind diese Systemoptionen fast Pflicht. Das ausgereifte, modulare Systemkonzept von Eurolaser bietet Anwendern genau diese wettbewerbswichtige Flexibilität, weil es für jeden Anwendungsfall ein passendes Tischkonzept mit entsprechender Materialauflage parat hält. Inzwischen sind die Materialzuführungssysteme auch mit einer automatischen Kantenerkennung und -korrektur sowie mit einer Kamerakontrolle ausgestattet.
Diese adäquaten Features ermöglichen eine automatische Qualitätskontrolle in Form von Kompensations- und Korrekturmaßnahmen: Sind etwa bedruckte Materialien zu bearbeiten, muss konsequent am Druckrand geschnitten werden. Das bedingt eine genaue Ausrichtung und Positionierung des Werkstückes auf dem Bearbeitungstisch.
Diese Aufgabe übernimmt eine CCD-Kamera automatisch und verbessert so die Prozesssicherheit, denn sie erkennt spezielle Registriermarken, die zuvor an gewissen Positionen aufgedruckt wurden. Die Positioniergenauigkeit gelingt so in einem Bereich von wenigen Hundertstelmillimetern. Dahinter steht die Absicht, die Laserbearbeitung für den Bediener möglichst weitgehend zu vereinfachen. So können die Maschinenbedieder zügiger geschult und eingesetzt werden. Auch ist die Arbeitssicherheit ein Entwicklungsfokus, um die Ausschussrate zu senken.
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