Wankelmotor

Der Motor im Westentaschenformat

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Der Wankelmotor gewinnt im Rennsport

1964 kam von NSU das erste Serienfahrzeug der Welt mit Wankelmotor auf den Markt, der NSU Wankel Spider mit einem Einscheiben-Wankelmotor. Der Wankel Spider zeigte die Überlegenheit dieses Motorenkonzepts, indem er drei Mal hintereinander die deutsche Meisterschaft im Motorsport gewann.

Drei Jahre später kam der NSU RO 80 auf den Markt, der von einer Jury internationaler Fachjournalisten zum „Auto des Jahres 1967“ gekürt wurde. Er besaß einen Zweischeiben-Wankelmotor mit einem Kammervolumen von 995 ccm, leistete 130 PS und schaffte 180 km/h. Im selben Jahr ging Mazda mit dem Cosmo Sport in Serie, ebenfalls mit einem Zweischeibenmotor. Um die Leistung zu erhöhen, entwickelte Daimler einen Dreischeibenmotor und 1970 einen Vierscheibenmotor.

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1957: Der Wielandmotor

Bis zu den 1970ern bestanden Wankelmotoren aus Gusseisen. 1975 ließ Werner Wieland seinen aus geschweißten Blechteilen aufgebauten Wielandmotor patentieren. Diese Herstellung machte ihn um ein Fünftel leichter, erlaubte eine elegantere Kühlung und niedrigere Fertigungskosten. Aber über einige Testeinsätze kam diese Variante nicht hinaus.

Am 12. Februar 2003 übernahm Ernst Sigmund, der ehemalige Rektor der Universität Cottbus, das Unternehmen Wankel Super Tec und entwickelte den Kreiskolbenmotor weiter. Dadurch gelangte der Wankelmotor wieder in den Blickpunkt für verschiedene Anwendungen, bei denen es auf ein geringes Gewicht, große Laufruhe und leisen Lauf ankommt, der erhöhte Verbrauch oder Emissionen aber Nebensache sind.

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