Elektrische Ausrüstung

Der Schaltschrank als Basis der industriellen Fertigung

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Schaltschrank ist anreihbar

1966 begann Rittal mit der Fertigung der Großschaltschrank-Serie GS, die erstmals Maße von 1200 mm × 2000 mm aufwies.

Um in dem angebotenen Programm immer auf dem neusten Stand zu sein und auch bis dahin nicht ausführbare Kundenwünsche mit den Vorteilen der Serienfertigung erfüllen zu können, wird das Schaltschrankprogramm erweitert um den Reihenschaltschrank RS. Er kam 1969 auf den Markt. Das Besondere des zweiten Meilensteins der Schaltschranktechnik war, wie der Name schon sagt, dass er problemlos anreih- und verbindbar war. Er wurde vormontiert ausgeliefert. Dazu gab es als Zubehör die notwendigen Verbindungsrahmen und Lochschienen, gelochte Winkelprofile sowie Trenn- und Seitenwände. Damit war, trotz Serienbau, auch ein individueller Ausbau möglich.

Ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zum Erfolg war 1971 die Einführung des Rittal-Schaltschranks bei Volkswagen als Werksstandard. Dies war deshalb wichtig, weil infolgedessen auch viele Zulieferer den Werksstandard von VW als Maßstab ansahen und ihre Einkäufer dies auch forderten. Andere führende deutsche Automobilhersteller folgten und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich in der Automobilindustrie Rittal-Schaltschränke etablierten.

Verbesserte Oberflächenbehandlung

Die Internationalisierung ist heutzutage für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Bei Rittal hat man diesbezüglich die Weichen schon recht bald gestellt, mit der Gründung der ersten Tochtergesellschaft 1971 in Schweden. Deshalb sieht man dies im Unternehmen als einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Unternehmensentwicklung an.

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Rittal-Fakten
Systemanbieter für Schaltschränke
  • Unternehmensgründung: 1961
  • Hauptsitz: Herborn, Hessen
  • Produkte: Systeme für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur; Software und Service
  • Niederlassungen: elf Produktionsstätten sowie 64 Tochtergesellschaften; 40 Vertretungen weltweit
  • Mitarbeiter: Mit 10.000 Beschäftigten ist Rittal das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm-Loh-Group. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt über 11.500 Mitarbeiter.
  • Umsatz: im Jahr 2013 etwa 2,2 Mrd. Euro
  • Weitere Informationen im Internet unter www.rittal.de und www.friedhelm-loh-group.com

1978 führte Rittal bei den Schaltschränken eine neue Oberflächenbehandlung ein. Man schwenkte von der Spritzlackierung, die bei Hohlräumen häufig zu Problemen führte, zur Eisenphosphatierung als Vorbehandlung und zum Elektrophorese-Tauchverfahren um. Dies war bis dahin nur in der Automobilindustrie gebräuchlich.

Klima- und Stromverteilung ergänzt Schaltschrankprogramm

Infolge der Industrieautomatisierung ergänzte Rittal sein Produktportfolio. Die Geschäftsbereiche Klima- und Stromverteilung sowie IT-Infrastruktur kamen ab 1983 hinzu. Dazu wurde sogar eine eigene Kompressorkühlgeräte-Sparte aufgebaut. Dies kann man als weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte ansehen. Denn damit ließ sich ein Portfolio anbieten, das bei den Schaltschrankherstellern seinesgleichen suchte.

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