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Ist der Schneidstrahl über eine längere Zeit hinweg exakt fokussiert, dann weisen die nachgelagerten Verschleißteile eines Abrasivschneidkopfs, wie beispielsweise die Mischkammer oder das Fokussierrohr, außerdem eine höhere Lebensdauer auf. Da der extrem gerade Strahl nicht streut, kommt es an den Innenwänden der nachgelagerten Komponenten nicht oder nur in sehr geringem Maße zu Abrieb oder Auswaschungen.
Für viele Anwender kann es sich wirklich lohnen, die teurere Diamantdüse einzusetzen. Zunächst muss festgehalten werden, dass sich Saphirdüsen nicht für hohe Drücke im Bereich von 6000 bar eignen.
Produktivität beim Wasserstrahlschneiden durch hochwertige Diamantdüsen erhöhen
Der gegenüber dem Diamanten weichere Saphir würde unter diesen extremen Bedingungen zu schnell verschleißen, um noch wirtschaftlich angewendet werden zu können. Doch auch in niedrigeren Druckbereichen sollten Anwender nicht nur die reinen Anschaffungskosten betrachten.
Sobald eine Düse ausgetauscht werden muss, steht entweder die Maschine still oder der betroffene Schneidkopf in einer Mehrkopfanlage wird ausgeschaltet. Trifft letzteres zu, kann man die Produktivität der Anlage durch den Einsatz von hochwertigen Diamantdüsen erhöhen: So kommt es in der Praxis häufig vor, dass mehrere Schneidköpfe parallel eine Form aus einem zusammenhängenden Werkstoff wie einer Metallplatte ausschneiden.
Muss hier einer der Köpfe aufgrund einer verschlissenen Düse ausgeschaltet werden, fehlt dessen Beitrag in der Gesamtproduktion. Ein eventuell bereits angeschnittenes Werkstück muss im besten Fall nachgearbeitet werden, im schlimmsten Fall ist es unbrauchbar und muss erneut ausgeschnitten werden. Auf jeden Fall kommt es zu Materialeinbußen oder zusätzlichem Arbeitsaufwand. Das kann in Grenzen gehalten werden, wenn die einzelnen Düsen längere Standzeiten aufweisen.
Für Abrasivschneiden ist meist eine Diamantdüse zu wählen
Gerade beim Abrasivschneiden ist daher in den allermeisten Fällen eine Diamantdüse die logische Wahl, weil bei dieser Technologie die Schnittzyklen aufgrund der harten Materialien relativ lange andauern. Das gilt umso mehr, je dicker und härter das Material ist, da sich gerade bei langer Schnittdauer die hohe Standzeit und gleichbleibende Schnittqualität des Diamanten auszahlt.
Wenn es beim Wasserstrahlschneiden also auf hohe Schnittkantenqualität auch bei dicken und harten Materialien ankommt, führt kein Weg an einer Diamantdüse vorbei. Erste Wahl vieler Maschinenbetreiber bei solchen Anwendungen ist beispielsweise ein Active-IDE-Schneidkopf von KMT Waterjet Systems. Bei diesem ist die Diamantdüse fest in den Düsenkörper eingearbeitet, sodass der Schneidstrahl immer exakt in Achsrichtung verläuft. Im Zusammenspiel mit der langen Lebensdauer der hochwertigen Wasserdüse wird so ein sehr beständiger Wasserstrahl erreicht.
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