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Der Weg zur Energieeffizienz heißt Selbstregulierung

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Ein Konzept zur Ausgestaltung der Selbstregulierung hat die Cecimo im Sommer 2013 der EU-Kommission vorgelegt. Es basiert auf zwei Säulen: der Bestimmung der Energieeffizienz einzelner Maschinentypen und der Installation einer zentralen Administration. Dazu Broos: „Als Vorlage dienten uns die Regelungen zur Maschinensicherheit, die sich seit 20 Jahren in der Praxis bewährt haben.”

Maschinenbauer wollen frei bleiben in ihren Maßnahmen

Im Rahmen des Selbstregulierungsprozesses unterzieht damit jeder Maschinenhersteller seine Produkte einem transparenten Bewertungsverfahren. Er leitet dann selbst Verbesserungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ein und meldet diese an die übergeordnete Administration. Die Details der Maßnahmen bleiben aus Vertraulichkeitsgründen beim Hersteller. „Damit verpflichten sich die Unternehmen, etwas zu tun und dies auch zu dokumentieren, bleiben aber frei in ihren Maßnahmen”, fasst Broos zusammen.

Werkzeugmaschinenbranche wartet auf Entscheidungen aus Brüssel

Jetzt wartet die Werkzeugmaschinenbranche auf die Entscheidung aus Brüssel. Derzeit läuft bei der EU-Kommission die Evaluierung, die im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen sein soll. „Dann wissen wir, ob unser Selbstregulierungskonzept angenommen wird oder wir uns mit der Durchführungsverordnung abfinden müssen”, sagt der VDW-Experte. Die Umsetzung werde dann Anfang 2015 beginnen.

Im Klaren ist sich die Branche darüber, dass am Ende Zahlen über die Höhe der Einsparung auf den Tisch müssen. Laut Broos kann dies aber nur ein Branchendurchschnitt sein. Dazu noch mal der VDW-Vorsitzende Kapp: „Wir stehen dazu, unseren Beitrag zum europäischen Klimaschutzziel zu leisten, und sind sehr optimistisch, dass die Werkzeugmaschinenindustrie dies mit der Selbstregulierung erfolgreich schafft.”

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