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Der Weg zur Energieeffizienz heißt Selbstregulierung

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Ob sich die energiesparenden Maschinen am Markt dann automatisch besser verkaufen, muss sich erst noch herausstellen. „Daraus kann sich ein neues Verkaufsargument ergeben, aber in Ländern, wo der Energieverbrauch nur eine geringe Rolle spielt, kann ein höherer Preis dann auch ein Wettbewerbsnachteil sein”, urteilt Broos.

Top-Runner-Prinzip: „Nicht gerade hilfreich"

Als nicht gerade hilfreich sieht der VDW den Paradigmenwechsel der deutschen Regierung, die in ihrem Koalitionsvertrag bei der Ökodesign-Richtlinie vom Mindesteffizienzansatz zum Top-Runner-Prinzip übergegangen ist. Demnach soll identifiziert werden, welches Produkt zu einem festgelegten Zeitpunkt am effizientesten im Ressourcenverbrauch ist. Seine Werte werden zum Mindeststandard für alle anderen Produkte definiert. Konkurrenzanbieter müssen innerhalb einer Übergangszeit ihre eigenen Produkte auf dieses oder ein höheres Niveau heben oder vom Markt verschwinden.

„Das Top-Runner-Prinzip ist für Konsumgüter gedacht, eignet sich aber nicht für Werkzeugmaschinen”, urteilt Broos. „Dieser Paradigmenwechsel zeigt, dass die Bundesregierung nicht den Glauben an die Selbstregulierung der Industrie hat.” Auf den laufenden Prozess auf EU-Ebene habe dieser Vorstoß aber keinen Einfluss.

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