Sparende Töchter Bei Ionos und 1&1 fallen rund 800 Stellen weg

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die beiden Töchter von United Internet, 1&1 sowie Ionos, haben jeweils ein Restrukturierungsprogramm aufgesetzt, das Kosten sparen soll ...

Hunderte müssen ihre Sachen packen! United Internet informiert jetzt darüber, dass seine Töchter Ionos und 1&1 kräftig sparen müssen. Das wird insgesamt 800 Stellen kosten – allein rund 350 bei 1&1.(Bild:  KI-generiert)
Hunderte müssen ihre Sachen packen! United Internet informiert jetzt darüber, dass seine Töchter Ionos und 1&1 kräftig sparen müssen. Das wird insgesamt 800 Stellen kosten – allein rund 350 bei 1&1.
(Bild: KI-generiert)

Insgesamt sollen bei beiden Konzernen rund 800 Arbeitsplätze wegfallen, teilten die Unternehmen am 10. September aus Montabaur mit. Außerdem senke 1&1 wegen der anfallenden Einmalkosten die Prognose für das operative Ergebnis 2026. Für United Internet ergeben sich aus den beiden Transformationsprogrammen einmalige Restrukturierungsaufwendungen von etwa 95 Millionen Euro, die sich im Geschäftsjahr 2026 ergebnisbelastend auswirken werden, wie es heißt. Die Restrukturierungsaufwendungen werden als einmaliger Sondereffekt ausgewiesen und entsprechend bereinigt. Sie belasteten insofern nicht die operative Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von etwa 1,45 Milliarden Euro. Auch den Rest des Ausblicks ließ United Internet unverändert. Nach Umsetzung der Transformationsprogramme werden jährliche Kosteneinsparungen von rund 55 Millionen Euro erwartet, die in die weitere Unternehmensentwicklung investiert werden sollen.

Das wird bei 1&1 jetzt passieren:

Bei 1&1 betrifft der Umbau den Teil Versatel, der im Konzernverbund unter anderem für das Glasfasergeschäft von Gewerbekunden verantwortlich ist, wie man erfährt. Organisation, Prozesse und Strukturen sollen effizienter werden. Die Mitarbeiterzahl soll von etwa 1.350 Vollzeitstellen auf rund 1.000 sinken. Das Umbauprogramm kostet den Angaben zufolge in diesem Jahr beim operativen Ergebnis rund 60 Millionen Euro. Die 1&1-Aktie fiel nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss um zwei Prozent ab. Das Papier von United Internet gab moderater nach. Wegen der Kosten erwartet 1&1 statt des bisher anvisierten Ebitda von 800 Millionen nur noch 740 Millionen Euro. Ohne die laut 1&1 einmaligen Aufwendungen für den Umbau strebe das Unternehmen weiter ein bereinigtes operatives Ergebnis von 800 Millionen Euro an, hieß es. Nach vollständiger Umsetzung soll das Sparprogramm ab dem Geschäftsjahr 2028 einen jährlichen Ergebnisbeitrag von rund 25 Millionen Euro liefern.

Und so wird es bei Ionos werden:

Auch der Internetdienstleister Ionos legt ein Sparprogramm auf und baut Stellen ab. So soll die Zahl der Mitarbeitenden von rund 3.800 auf etwa 3.350 Vollzeitstellen sinken, wofür das Unternehmen etwa 35 Millionen Euro an Sonderkosten veranschlagt. Die diesjährige Prognose für das um Sonderposten bereinigte Ebitda von um die 530 Millionen Euro bleibe davon unberührt, hieß es von den Karlsruhern. Ab dem nächsten Jahr erwartet Ionos Einsparungen bis 30 Millionen Euro bei den laufenden Kosten. Auch diese Mittel sollen gezielt investiert werden – unter anderem in die Produktentwicklung von künstlicher Intelligenz und in den Ausbau des Cloudgeschäfts. Die Ionos-Aktie bewegte sich nachbörslich kaum.

(ID:50951985)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung