Instandhaltung

Deutsche Servicekonzepte sind bei der Instandhaltung weltweit führend

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Entspricht Ihr Engagement in diesen Ländern auch den Wünschen Ihrer Kunden?

Töpfer: Ja, wobei insbesondere im Fall Indien eine deutliche Anzahl unserer Kunden dort tätig ist und sich hieraus entsprechend größere Potenziale ergeben. Die Türkei ist als Land für uns attraktiv, weil sie über eine Vielzahl leistungsfähiger Firmen verfügt, die als Kunden für uns interessant sind.

Gibt es in diesen Ländern bereits einheimische Dienstleister, die einen vergleichbaren Service bieten?

Töpfer: Nein, und es kommt hinzu, dass deutsche Servicekonzepte mittlerweile weltweit führend sind. Wir selbst haben kürzlich große Aufträge aus Großbritannien gewonnen.

Vor 10 oder 15 Jahren war das noch anders, da blickte unsere Branche ein bisschen neidisch in die USA, nach Großbritannien oder den Benelux-Staaten. Inzwischen hat sich das ins Gegenteil verkehrt. Deutschland entwickelt sich immer stärker zum Serviceexporteur.

Was macht diese Überlegenheit aus?

Töpfer: Im Ausland wird beispielsweise immer noch gerne nach Stundensätzen abgerechnet. Das Verfahren setzt nicht unbedingt die stärksten Anreize für ein optimales Wirtschaften. Wir dagegen bündeln Leistungen und bieten sie zu Festpreisen an.

Sie wollen auch in Frankreich zukaufen. Sehen Sie trotz der relativ schlechten Konjunkturaussichten in Europa noch Chancen in den klassischen Industrieländern?

Töpfer: Die Industrie in vielen europäischen Staaten erweist sich als sehr robust. Wir haben keine Hinweise, dass eine größere Zahl produzierender Firmen vom Markt verschwinden wird. Viele Kunden planen wieder Investitionsprojekte in Europa. Der Kontinent wird sich nicht zur Boom-Region entwickeln wie Südostasien, aber weiterhin ein solider Markt bleiben.

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Lünendonk prognostiziert eine Konsolidierung auf dem Markt für Industrieservices. Hat eine Reduzierung der Anbieterzahl Preissteigerungen für die Kunden zur Folge?

Töpfer: Nein. In unserem stark regionalisierten Geschäft stehen wir schließlich stets im Wettbewerb mit lokalen Anbietern. Zudem ist die Preistransparenz für den Kunden sehr hoch. Er hat letztendlich die Möglichkeit, die Arbeiten selbst durchzuführen, und kann die Kosten deshalb eigenständig kalkulieren. Schon deshalb ist dafür gesorgt, dass für unsere Branche die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

BIS hat in den vergangenen sechs Jahren den Umsatz vervierfacht. Die Hälfte davon entstand durch Übernahmen. Gibt es noch Wettbewerber, auf die Sie ein Auge geworfen haben?

Töpfer: Im Inland eher nicht. Wir orientieren uns grundsätzlich daran, ob das in Frage kommende Unternehmen mit seinen Leistungen oder seiner geografischen Ausrichtung unser Angebot verbreitert.

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