Energieeffizienz

Deutsches Know-how hilft Südafrikas Gießereien

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Noch bleiben acht Monate bis zum Projektende. Schon jetzt steht fest: Deutsches Know-how für südafrikanische Gießereien ist zwar ein gutes Konzept, aber auch eine enorme Herausforderung. Lange Streiks haben 2014 den Zeitplan der Deutschen ausgehebelt. Zudem treffen Südafrikaner keine schnellen Entscheidungen, die Verantwortlichen in den Gießereien wechseln häufig. „Oft fehlen die Ansprechpartner vor Ort“, hat Kai Molitor, Leiter IT bei Hegerpro, festgestellt. Auch sind die meisten Geißereien hoch verschuldet, das Geld für Softwarelizenzen oder Investitionen fehlt. Schnelle Erfolge sind die Ausnahme.

Südafrikas Gießereien müssen sich neu aufstellen

Doch Business as usual wird nicht mehr lange funktionieren. In den vergangenen sechs Jahren sind die Industriestrompreise in Südafrika um mehr als das Doppelte gestiegen und liegen mittlerweile nahezu auf europäischem Niveau. Und die Konkurrenz schläft nicht: Chinesische Firmen drängen immer stärker mit Billigguss auf den südafrikanischen Markt. „Wir haben festgestellt, dass in den Gießereien zunächst viele kleine Probleme der alltäglichen Produktion gelöst werden müssen, an die wir aus deutscher Sicht gar nicht gedacht haben“, sagt Hepp. Auch wenn deutsche Effizienztechnik es nur in wenigen Betrieben bis in die Produktion schafft, war das Forschungsprojekt Effsa-Found nicht vergeblich, ist GUT-Geschäftsführer Jens Müller-Späth überzeugt: „Dann haben wir zumindest dafür gesorgt, in dieser wichtigen Branche das Bewusstsein für Effizienz und Ressourcenschutz erst mal zu wecken.“

* Christa Friedl ist freie Journalistin in 47803 Krefeld

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