Historischer Deal? Motorenbauer Deutz will FFG Flensburger Fahrzeugbau kaufen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Wie jetzt berichtet wird, will Deutz mit Blick auf Rüstungsprojekte FFG Flensburger Fahrzeugbau kaufen, was der größte Deal in der Firmengeschichte wäre ...

FFG Flensburger Fahrzeugbau steht vor einem neuen Kapitel! Denn Deutz will das Unternehmen kaufen, um im Rüstungssektor breiter aufgestellt zu sein. Das wäre der größte Kauf in der Deutz-Geschichte. FFG ist etwa für die Wartung des Radpanzers Fuchs (im Bild) verantwortlich.(Bild:  FFG)
FFG Flensburger Fahrzeugbau steht vor einem neuen Kapitel! Denn Deutz will das Unternehmen kaufen, um im Rüstungssektor breiter aufgestellt zu sein. Das wäre der größte Kauf in der Deutz-Geschichte. FFG ist etwa für die Wartung des Radpanzers Fuchs (im Bild) verantwortlich.
(Bild: FFG)

Der Kölner Motorenbauer Deutz peilt den größten Zukauf seiner gut 160-jährigen Firmengeschichte an. Wie das Unternehmen mitteilt, gibt es eine Vereinbarung zur Übernahme des Rüstungskonzerns FFG Flensburger Fahrzeugbau. Der Kaufpreis beziffere sich auf rund 1,6 Milliarden Euro und soll teilweise in Aktien bezahlt werden, die Deutz neu ausgebe. Die bisherige Eigentümerfamilie der FFG soll künftig 29,9 Prozent der Deutz-Anteile halten. Für die Transaktion steht aber, wie so oft, noch die Zustimmung der Hauptversammlung aus. Außerdem fehlt noch die Zustimmung von Kartellbehörden. Die Übernahme soll Ende 2026 (oder Anfang 2027) in trockenen Tüchern sein. Zu den aktuell rund 6.000 Deutz-Beschäftigten kämen dann an etwa 1.100 Beschäftigte der FFG hinzu.

Nach Sobek wird von Deutz nun FFG übernommen

Die Flensburger fertigen, warten und modernisieren im Übrigen Schützenpanzer, Mannschaftstransporter und andere Militärfahrzeuge. Ein Kunde ist natürlich die Bundeswehr. Und 2025 kam FFG, wie es weiter heißt, auf einen Umsatz von 760 Millionen Euro – sie ist profitabel, was bei der Rüstungsnachfrage aber nicht weiter verwundern sollte. Mit dem Zukauf stärke Deutz seine noch kleine Rüstungssparte, die etwa Motoren für einen polnischen Truppentransporter und Hilfsmotoren für Panzer herstellt. Im vergangenen Jahr kaufte Deutz auch schon einen Drohnen-Zulieferer Sobek. Dessen Elektroantriebe und Steuerantriebe sind in Drohnen verbaut, die von der ukrainischen Armee genutzt werden. Deutz stellt bekanntlich auch Verbrennungsmotoren für schweres Gerät her – etwa für Kräne, Hebebühnen und Landmaschinen. Die Firma gilt als ein Profiteur der geplanten Milliardeninvestitionen des Bundes in die Infrastruktur.

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