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Werkzeugmaschinen-News Die Acura-Schwestern begrüßen platzsparenden Zuwachs

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit der beiden Maschinen Acura 65 und 85 hat Hedelius in Sachen 5-Achs-Bearbeitung mit Dreh-Schwenktisch für Staunen gesorgt, heißt es. Mit der Acura 50 komme nun ein ebenso präziser wie außerdem kompakter Zuwachs.

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Mit der neuen Acura 50, die eine Grundfläche von rund 5,5 m² hat, kommt laut Hedelius die in ihrer Modellreihe bisher kompakteste Vertreterin an den Start. Doch die Anwender bräuchten auf große Verfahrwege dabei nicht zu verzichten. Hier ein Blick in den Bearbeitungsraum der Acura 50.
Mit der neuen Acura 50, die eine Grundfläche von rund 5,5 m² hat, kommt laut Hedelius die in ihrer Modellreihe bisher kompakteste Vertreterin an den Start. Doch die Anwender bräuchten auf große Verfahrwege dabei nicht zu verzichten. Hier ein Blick in den Bearbeitungsraum der Acura 50.
(Bild: Hedelius)

Die Acura 50 wird zwar als besonders klein bauend beschrieben, brauche sich aber vor den beiden größeren Modellen in keinster Weise verstecken. Denn die von Hedelius entwickelte, spezifische Bauweise garantiert laut Hersteller eine hoch präzise Bearbeitung der Werkstücke – denn der Abstand der Hauptspindel zu den Führungen der Y- und Z-Achse bleibt über den gesamten Verfahrbereich konstant, heißt es. Und die Z-Achse ist zum Schutz vor Wärmeieinstrahlung und Zugluft verkleidet. Eine sogenannte Wärmedrift, die sich ungünstig auf die Zerspanungspräzision auswirken kann, wird so minimiert, sagt Hedelius. Darüber hinaus sind die Grauguss-Vorschubschlitten massiv verrippt, sodass Vibrationen gut abgedämpft würden. Präzise Bearbeitungsergebnisse gelingen auch wegen dem beidseitig gelagerten, hydraulisch geklemmten Dreh-Schwenktisch.

Platzprobleme in der Werkhalle sind passé...

Mit dieser Ausrüstung ist auch die Zerspanung an kleinen Werkstücken kein Problem. Durchaus etwas mehr dürfe es aber sein, denn der für eine Belastung von 300 kg ausgelegte Dreh-Schwenktisch misst 500 mm × 430 mm. Die Verfahrwege der Maschine sind so angelegt: 500 mm in der X-Achse sowie in Y- und Z-Richtung Verfahrwege von nicht weniger als 550 mm. Und dennoch ist die Acura 50 mit 2088 mm × 2616 mm – also einer Grundfläche von 5,5 m² – relativ klein, betont Hedelius. Durch eine insgesamt sehr niedrige Bauhöhe und geringe -tiefe finde sich praktisch immer irgendwo ein Plätzchen.

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Bis zu 235 Werkzeuge kann sie aufnehmen

Standardmäßig kommt die Acura 50 mit einem 55-fach Werkzeugmagazin, kann aber um 180 zusätzliche Werkzeuge durch ein kompaktes 1,8-m²-Standby-Magazin erweitert werden, heißt es. Verschiedene Spindeln mit Drehzahlen von 14.000, 18.000 und 24.000 min-1 und eine Leistung bis 35 kW samt einem Drehmoment von 183 Nm stehen laut Hedelius zur Auswahl. Anwender können außerdem zwischen der Sinumerik 840D SL von Siemens und der TNC 640 von Heidenhain, mit 21- respektive 19-"-Touchscreen, Volltastatur und Eilgangpotentiometer auswählen.

Effizienzvorteil durch linksseitigen Wartungszugang

Der Aufbau der Acura 50 ist auch in puncto Bediener ausgeklügelt, heißt es weiter. Der Maschinentisch liegt auf einer Höhe von 800 mm, also perfekt ergonomisch, ebenso wie die große Maschinentür für eine gute Zugänglichkeit zum Arbeitsraum und zum Werkstück. Senkrechte Edelstahllamellen optimierten den Späneabtransport. Der Späneförderer kommt auf Rollen, um leicht nach vorne heraus gezogen zu werden. Relevante Komponenten, wie Hydraulik, Pneumatik, Zentralschmierung, Schaltschrank und Kühlaggregate hat Hedelius perfekt in die Maschinenverkleidung integriert, heißt es. Die Acura 50 könne deshalb sehr gut in einer Maschinenhalle positioniert werden. Ein weiterer Clou betrifft die Zugänglichkeit für die Wartung von der linken Maschinenseite her. Die neue Fräsmaschine ist damit von der rechten Seite in der „EL“-Version automatisierbar. Das unterscheidet sie von den beiden Acura-Maschinentypen 65 und 85, die von der linken Seite automatisiert werden. Der große Vorteil dabei ist, dass mit einer Automationslösung zwei Bearbeitungszentren, eines links und eines rechts, bestückt werden können. Die Fertigung werde so noch ein Stück effizienter, betont Hedelius.

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