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Die Digitalisierung des Berichtswesens

| Autor: Simone Käfer

Neben den vielen Daten, die es zu erheben und zu analysieren gilt, trägt auch eine dezentrale Unternehmensstruktur zur Komplexität mit bei. Daher stellen wir in diesem Heft drei Softwaretools aus dem Bereich Business Intelligence (BI) und Business Analytics vor.

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Nicht nur die Maschinen und der Prozess wollen digitalisiert und automatisiert sein. Es lohnt sich auch, die Arbeit drumherum mit einer Business-Intelligence-Lösung upzudaten.
Nicht nur die Maschinen und der Prozess wollen digitalisiert und automatisiert sein. Es lohnt sich auch, die Arbeit drumherum mit einer Business-Intelligence-Lösung upzudaten.
(Bild: Kuka)

Automatisiert, intelligent und in der Cloud – dahin bewegt sich die Fertigung in schnellen Schritten. Wenn schon so viel Energie und Geld in Produktion gesteckt wird, sollte dann nicht auch das Berichtswesen auf dem aktuellen Stand sein? Dafür wollen Softwarelösungen aus den Bereichen Business Intelligence und Business Analytics sorgen.

Ein Maschinenbauer, der eine solche Lösung in seinem Unternehmen getestet hat, ist Kuka. Wichtig war es dem Maschinenbauunternehmen, ein Werkzeug zu finden, das eine große Bandbreite der Analyseanforderungen des gesamten Konzerns abdeckt. Darüber hinaus sollte die Lösung sich durch schnelle Implementierbarkeit, kurze Entwicklungszeiten, hohe Benutzerfreundlichkeit und State-of-the-Art-Visualisierungen auszeichnen. Überzeugt hat Qlik-View des Unternehmens Qlik Tech.

Weltweit einheitliches Reporting

Angesprochen hat den Anwender unter anderem die unkomplizierte Anpassbarkeit der Applikationen und die zahlreichen Visualisierungsoptionen. Als Initial-Projekt wurde eine Qlik-View-Applikation für das F&E-Controlling des Bereichs Kuka Roboter entwickelt. Ausgewertet werden dabei Daten aus SAP BW und MS Project, um beispielsweise den Projektfortschritt zu kontrollieren und im Bedarfsfall steuernd entgegenwirken zu können. Anschließend erfolgte die schrittweise Umsetzung weiterer Anwendungen: Bei einer Support-Anfrage des Kunden zeigt die Abteilung Service & Support Kunden mit einer Applikation auf, wo der nächste Service-Techniker ist.

Ergänzendes zum Thema
Anwenderblick
Warum Kuka sich für Qlik View entschied

Reinoud van der Vliet ist Senior Controller F&E bei Kuka Roboter. Er hat in seinem Bereich als erster bei Kuka Qlik View getestet und berichtet hier von seinen Erfahrungen.

„Mit Qlik View ist der Zeitaufwand monatlich um rund 40 Prozent gesunken”, berichtet Reinoud van der Vliet, Senior Controller F&E bei Kuka Roboter.
„Mit Qlik View ist der Zeitaufwand monatlich um rund 40 Prozent gesunken”, berichtet Reinoud van der Vliet, Senior Controller F&E bei Kuka Roboter.
( Bild: Kuka )

Warum haben Sie eine Business-Intelligence-Lösung eingeführt?

Bisher wurden viele Analysen mit einem hohen manuellen Aufwand per Excel und Access abgebildet. Das erzeugte viele Berichte, aber nicht unbedingt Transparenz. Es fehlte die Single Source of Truth, also der eine Datenbestand – unter all den redundanten Daten –, auf dessen Inhalt wir uns verlassen. Außerdem wollten wir die Entwicklung der Applikationen aus der IT heraus in die Fachbereiche bringen.

Wieso haben Sie sich für die BI-Lösung von Qlik entschieden?

Wir haben einige Use Cases getestet und bereits im Qlik-View-Standard ohne großen Entwicklungsaufwand eine Lösung gefunden. Eine Rolle spielte auch das große Vertrauen in Qlik als weltweit etablierten Anbieter.

Zuerst wurde die Software für das F&E–Controlling implementiert. Wie sieht hier die Umsetzung aus?

200 Entwicklungsprojekte können auf einer Seite geclustert und übersichtlich dargestellt werden. Eine erste Version des F&E-Berichts wurde nach drei Monaten produktiv gesetzt und wird aktuell von 30 Anwendern aus dem F&E- und Controlling-Bereich genutzt.

Und welche konkreten Vorteile hatte es für diese Abteilung?

Die Erstellung des Excel-Berichts für das F&E-Controlling hat uns jeden Monat viel Aufwand gekostet. Mit Qlik View ist der Zeitaufwand um rund 40 Prozent monatlich gesunken.

Die Software wurde auch für andere Abteilungen eingekauft und Sie planen sogar künftige Erweiterungen. Was hat Sie restlos überzeugt?

Mit Qlik View haben wir eine weltweit einheitliche BI-Plattform etabliert, über die wir mit sehr einfachen Mitteln Daten und Analysen verfügbar machen können, die jeder Anwender beliebig ausführlich nutzen kann.

Sie sind also zu Frieden mit der Investition?

Unser Marktumfeld ist sehr dynamisch. Je schneller wir sehen, wie unsere Performance ist, desto besser können wir auf die Marktentwicklung reagieren. Qlik View hilft uns dabei mit der Möglichkeit, schnell und flexibel Einsicht in unsere Daten zu gewinnen.

Der Vertrieb analysiert Kennzahlen wie Auftragsbestand, Auftragseingang und Veränderungen im Auftragsvolumen. Für das Controlling wurden Anwendungen für Personalzahlen sowie für die Kostenstellenrechnung umgesetzt. Intensiv genutzt wird Qlik-View auch bei den 40 Mitarbeitern der IT-Abteilung für das Controlling der internen IT-Projekte. Weltweit setzen bereits rund 1000 Kuka-Mitarbeiter Qlik-View für die Datenanalyse ein. Durch den Einsatz von Qlik-View konnte Kuka die Effizienz des Berichtswesens steigern. Um die IT zu entlasten und gleichzeitig Applikationen bedarfsgerecht zu entwickeln, wurden neun Process-Experts und 20 Power-User angebunden, die für die Entwicklung und den Betrieb von Qlik-View-Applikationen zuständig sind. Den Basisbetrieb und das vorgelagerte Business-Warehouse verantwortet die zentrale IT.

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