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Spritzgieß-Highlights Die Fakuma pausiert – BOY macht dennoch „Messe“

| Redakteur: Peter Königsreuther

Ab dem 28. September stehen für Besucher in Neustadt-Fernthal im BOY-Technikum alle zur Fakuma geplanten Innovationen zur Begutachtung bereit. Hier ein Vorgeschmack...

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Barista la Vista: Der Fakuma-Ausfall hält auch Dr. BOY nicht davon ab, Neues zu präsentieren. Hier werden mithilfe eines 7-Achs-Roboters individualisierte Kaffeebecher auf einer BOY 125 E gespritzt.
Barista la Vista: Der Fakuma-Ausfall hält auch Dr. BOY nicht davon ab, Neues zu präsentieren. Hier werden mithilfe eines 7-Achs-Roboters individualisierte Kaffeebecher auf einer BOY 125 E gespritzt.
(Bild: BOY)

Aus bekannten Coronagründen lahmt die Messelandschaft generell. Doch warum auf Highlights verzichten? Viele Unternehmen präsentieren ihre aktuellen Entwicklungsschätzchen dann eben von „zu Hause“ aus, bis die Zeiten wieder normal werden. So auch der Spritzgießmaschinen-Hersteller Dr. BOY. Gleich sechs Innovationen gibt es in ein paar Tagen zu bestaunen. Wer keine Zeit hat, der kann sich das Geschehen, wie es heißt, auch per Video ansehen. Denn nach und nach werde BOY diesen Kanal mit fünf interessanten Clips befüttern.

Kompaktes Spritzgieß-Duo demonstriert Performance

Mit der Präsentation zeigt der Hersteller von Spritzgießautomaten bis 1250 kN Schließkraft seinen Einfallsreichtum, wie es dazu heißt.

Bildergalerie

Den Start macht eine BOY XXS und eine BOY XS, die mit unterschiedlich großen Spritzeinheiten die gesamte Leistungsbandbreite der beiden kompakten Spritzgießautomaten demonstrieren werden. Dabei produziert die BOY XXS mit Schneckenkolben–Plastifiziereinheit von 8 mm Durchmesser ein kleines Zahnrad mit nur 0,2 g Teilegewicht aus PA 6 (Polyamid 6), wie BOY informiert. Im Vergleich dazu habe man die noch kompaktere BOY XS mit der größtmöglichen Spritzeinheit ausgestattet, mit der sie arbeiten könne. So funktioniert dann die Herstellung formschöner Eierbecher aus einem biologisch abbaubarem Fibrolon-Polymer mit Holzfaseroptik – und zwar angusslos.

Biologisch Abbaubares aus der platzsparenden Fertigungszelle

Eine ebenfalls als kompakt beschriebenes Fertigungsensemble, bestehend aus einer BOY 35 E, dem eigens entwickelten Linearhandlingsystem BOY LR 5 und einer Schutzumhausung gemäß Euromap 78, demonstriert nach Aussage von BOY, wie die automatisierte Fertigung von Delikatessenschalen aus einem biokompatiblen PLA (Polylactid) funtioniert, dass zu 75 % biologisch abbaubar ist. Die mit diesem Material gefertigten Delikatessenschalen werden aus dem offenen Werkzeug mit dem BOY–LR 5 entnommen und auf einem Förderband abgelegt. Die gesamte Fertigungseinheit brauche lediglich 4,8 m² Platz.

Markierungslaser und Spritzgießmaschine in kompakter Eintracht

Und eine BOY 60 E, ebenfalls mit integriertem Handlinggerät LR 5 präsentiert die Kennzeichnung der von ihr gefertigten Spritzteile. Es handelt sich dabei um Lineale aus einem hochtransparenten NAS-30-Polymer (SMMA), die mittels Laser beschriftet werden. Über einen Schiebetisch, heißt es dazu, werden die Lineale in ein lichtgeschütztes Gehäuse befördert, bei dem der Nonius des Lineals vom Laser eingebrannt wird. Die gesamte Fertigungsanlage mit Schutzzaun und Förderbändern steht auf nur 9 m² Aufstellfläche.

Ansprechende Recycling-Produkte mit dem Präsentations-Highlight

Der maschinentechnische Hingucker im BOY-Technikum, ist, wie es heißt, eine BOY 80 E hybrid mit elektromechanisch angetriebener Spritzeinheit (E-Drive). Die neue 2–Pumpen–Technologie ermöglicht die Parallelfunktionen von „Werkzeug Schließen“ und „Einspritzen“ des aufgeschmolzenen Kunststoffmateriales in das verriegelnde Werkzeug.

Die Rheinländer produzieren damit formschöne Designteller aus sogenanntem „Ocean–Plastic“ von Tide Ocean SA. Das Schweizer Unternehmen lässt von Kooperationspartnern gebrauchte Kunststoffteile – vorwiegend PET–Flaschen – gefischt aus den Weltmeeren, gesammelt auf Inseln sowie an Küstenabschnitten liefern. Diese Wertstoffe werden laut Tide Ocean sortiert, gewaschen, geschreddert und dann in die Schweiz transportiert. In einem mehrstufigen Verfahren wird der Kunststoff dann ohne Additive mechanisch für die Wiederverarbeitung aufbereitet.

Wenn Spritzgießmaschine und Roboter den Kaffeedurst löschen...

Das perfekte Zusammenspiel eines BOY-Spritzgießautomaten mit Zusatzspritzaggregat BOY 2C S, BOY LR 5, kollaborierendem 7–Achs–Roboter und weiteren Peripheriegeräten (Drucker und eine Kaffeemaschine) werde man mit der BOY 125 E deutlich machen. Gefertigt werden 2-K–Trinkbecher, die mit einem individuellen QR-Code bedruckt werden. Befüllt mit dem ausgewählten Heißgetränk, wird der Becher vom kollaborierenden Roboter direkt in die Hand des Besuchers serviert, wie BOY betont.

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