Spezialspanntechnik Die Kraftspannmutter, die Bauteile „ums Eck herum“ packt

Redakteur: Peter Königsreuther

Jakob Antriebstechnik bringt mit der Kraftspannmutter-Baureihe MDR ein Fixierungssystem an den Start, dass von der Seite her bedienbar ist. Das habe Vorteile.

Firma zum Thema

Viele können kaum „um die Ecke“ denken! Jakob Antriebstechnik anscheinend schon, denn mit der Kraftspannmutter MDR/MDR-F kann man jetzt im wahrsten Sinn des Wortes, um die Ecke spannen, heißt es.
Viele können kaum „um die Ecke“ denken! Jakob Antriebstechnik anscheinend schon, denn mit der Kraftspannmutter MDR/MDR-F kann man jetzt im wahrsten Sinn des Wortes, um die Ecke spannen, heißt es.
(Bild: Jakob Antriebstechnik)

Die MDR-Reihe ergänzt die beiden Spannmuttertypen MCA und MDA, die von oben gehandhabt werden, mit einer Version, die den Bediensechskant und das Durchgangsgewinde seitlich integriert hat. Das Besondere, so Jakob, ist das spezielle Kronenradgetriebe (siehe Schnittdarstellung links), das das Anzugsmoment vervielfältigt und eine rechtwinklige Umlenkung der Rotationsbewegung erlaubt. Proportional zum Anzugsmoment würde die vergleichsweise hohe Spannkraft dabei sicher und kontrolliert, recht einfach und manuell aufgebaut. Jakob merkt an, dass bei einer M30-Gewindegröße kein schwerer SW46-Schlüssel mehr nötig ist, weil dieser durch einen SW14-Bediensechskant ersetzt wurde. Das bereits erwähnte Durchgangsgewinde erlaubt in Verbindung mit längenverstellbaren T-Nut-Schrauben respektive Spannbolzen das Spannen bei unterschiedlichen Höhen beziehungsweise Werkzeugdicken, heißt es weiter. Bis zu einer Maximaltemperatur von 400 °C kann die Baureihe MDR/MDR-F betrieben werden.

Eine Baugröße mit vier Gewindetypen steht bisher zur Verfügung

Die F-Variante hat ein zusätzliches Tellerfederpaket zum Spannhubausgleich, heißt es dazu. Das hat den Vorteil, dass die Spannmutter sich nachsetzen kann, ohne dass sich die Spannlänge nennenswert ändert, oder die Spannkraft nachlässt, erklärt Jakob weiter. Das steigere die Sicherheit, was etwa beim Fixieren von Presswerkzeugen wichtig werde. Und mit der Spannhubanzeige (Gehäusespalt) kann man die Spannkraft visuell kontrollieren. Vorerst stehe eine Baugröße mit einer Nennspannkraft von 120 Kilonewton (12 Tonnen) mit Gewindegrößen von M16, M20, M24 und M30 zur Verfügung. Jakob verweist um Zuge dessen auch auf den geringen Platzbedarf der Baureihe. Bei allen Gewindegrößen beträgt der Durchmesser der Kraftspannmutter 90 Millimeter und ihre Höhe 60 Millimeter.

Alle Varianten wiegen 2,2 Kilogramm (die F-Type wiegt wegen des zusätzlichen Tellerpakets 3,6 Kilogramm und ist 90 Millimeter hoch). Die maximal statische Belastung beziffert sich je nach Gewindegröße auf 130 sowie 200 Kilonewton und ab M24 sind es 240 Kilonewton.

(ID:47341790)