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Leichtbau in Serie Die millionste GFK-Blattfeder sorgt bei Volvo jetzt für Fahrkomfort

Redakteur: Peter Königsreuther

SGL Carbon liefert die millionste Blattfeder aus glasfaserverstärktem Kunststoff an Volvo Cars. Das robuste Leichtbaukonzept wird beim Schwedischen Autobauer in der Hinterachse von diversen Modellen verbaut.

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Sie dämpft und dämpft und dämpft: Eine Million GFK-Leichtbau-Blattfedern hat SGL Carbon jetzt an Volvo ausgeliefert. Von links: Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon, und Herwig Fischer, Geschäftsführer der SGL Carbon am Standort Innkreis (Österreich), freuen sich über diese hervorragende Lieferperformance.
Sie dämpft und dämpft und dämpft: Eine Million GFK-Leichtbau-Blattfedern hat SGL Carbon jetzt an Volvo ausgeliefert. Von links: Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon, und Herwig Fischer, Geschäftsführer der SGL Carbon am Standort Innkreis (Österreich), freuen sich über diese hervorragende Lieferperformance.
(Bild: SGL Carbon)

SGL Carbon setze mit der Auslieferung der millionsten Compositeblattfeder für Volvo Cars einen Meilenstein in der Geschichte der Serienfertigung von Faserverbundkomponenten. Produziert wird die Blattfeder am Standort Innkreis in Österreich. Im Rahmen eines Festakts gratulierte Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon, am vergangenen Freitag dem gesamten Team zu einem der erfolgreichsten Großserienprojekte des Unternehmens, wie es weiter heißt.

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Weit über 50 % leichter und außerdem kleiner als Stahlfedern

Mit der komplett automatisierten und skalierbaren Serienproduktion von Blattfedern auf Basis von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) setze SGL Carbon eines der größten Programme für Compositebauteile innerhalb der Automobilindustrie um. Im Vergleich zu einer üblichen Stahlblattfeder, die bis zu 15 kg wiegen kann, liegt das Gewicht einer adäuaten GFK-Blattfeder bei lediglich 6 kg – sie ist folglich 65 % leichter als die Stahlversion. Außer mit der Gewichtsreduzierung überzeuge die Compositeblattfeder auch durch einen deutlich geringeren Platzbedarf. Damit trägt sie zu einem ruhigeren Fahrverhalten bei, erklärt SGL Carbon. Auch ermöglicht es die Verbundbauweise, dass man die Feder an verschiedene Modelle anpassen kann. Volvo profitiert von dieser hohen Flexibilität, weil man zusätzliche Kosten für die sonst nötigen Varianten spart.

Weitere Automobilbauer greifen auf das Konzept zurück

Die Blattfeder ist ein Teil der globalen SPA-Fahrzeugplattform von Volvo und wird mittlerweile in verschiedenen Volvo-Modellen eingesetzt. Ähnliche Konzepte setzt SGL Carbon derzeit auch gemeinsam mit anderen Automobilherstellern aus Europa und Nordamerika um, wie es heißt. „Das geringe Gewicht der SGL-Blattfeder trägt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und geringeren CO2-Ausstoß bei“, merkt Erik Johansson, Entwicklungsingenieur bei Volvo Cars, an.

Darüber hinaus könne Volvo eine kleine Anzahl von Blattfedervarianten in vielen verschiedenen Modellen einsetzen, was die Effizienz erhöhe und die Fahrzeugfertigung flexibler mache. „Wir sind stolz darauf, dass wir unsere innovativen Lösungen gemeinsam mit unseren technisch sehr anspruchsvollen Kunden zielgerichtet vorantreiben und immer öfter in die Großserie bringen“, betont Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon.

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