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Werkzeugmaschinen

Die neue „kleine“ Portalfräsmaschine überzeugt im Preis-Fräs-Verhältnis

| Autor/ Redakteur: Victoria Sonnenberg / Victoria Sonnenberg

Unlängst feierte Waldrich Coburg seine neue Portalfräsmaschine Taurus. Die erste Serienmaschine zählt für Waldrich-Verhältnisse zu den „Kleinen“, die den Großen jedoch in nichts nachstehen wird.

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Trotz ihrer stattlichen Größe zählt die erste Serienmaschine von Waldrich Coburg nur zu den „kleinen“ im Maschinenportfolio.
Trotz ihrer stattlichen Größe zählt die erste Serienmaschine von Waldrich Coburg nur zu den „kleinen“ im Maschinenportfolio.
(Bild: Sonnenberg)

Der Fokus bei Waldrich Coburg lag bislang auf den Bereichen Projektgeschäft und Service, was sich mit der Taurus nun ändern soll. „Mitte 2014 war die Grundidee geboren, neben den beiden bestehenden Geschäftsbereichen, Projekt- und Servicegeschäft, eine kleinere Portalfräsmaschine ,in Serie', losgelöst von einem Kundenauftrag, zu produzieren“, erklärt Geschäftsführer Hubert Becker.

Der neue Geschäftsbereich Serienmaschinen soll für zusätzliche Auslastung sorgen und gewissermaßen auch Konjunkturschwankungen bei den großen Maschinen ausgleichen, so der Gedanke dahinter. Mit der Taurus bringt Waldrich eine Portalmaschine auf den Markt, die hohe Zerspanleistung mit ebenso hoher Präzision vereint und dazu sehr verschleißarm arbeitet, so der Hersteller. Davon konnten sich über 100 interessierte Kunden, Medienvertreter und geladene Gäste am 9. November beim „Stapellauf“ der neuen Serienmaschine überzeugen.

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Attraktive Portalfräsmaschine für KMU

„Wir bieten dem Markt nun eine Maschine, die die ureigensten Waldrich-Coburg-Qualitäten ,Leistung, Präzision, Langlebigkeit' mit einem gerade für kleine bis mittlere Betriebe sehr attraktiven Preis verbindet“, so Becker weiter. Dafür wurden keine Abstriche in der Qualität gemacht, sondern dank einer neuen Fertigungs- und Montagebasis sogar die Produktionsprozesse optimiert.

Eine eigens für die Montage ausgestattete Halle ist mit vorerst vier Montageplätzen für den parallelen Aufbau der Taurus-Maschinen ausgerüstet. Auf den vier Plattenfeldern sind alle Montage-Hilfseinrichtungen vorinstalliert, um alle Varianten der beiden Grundmaschinen Taurus 25 und 30 in Betrieb zu nehmen. Nach drei Monaten Montagezeit verlässt jede Maschine ihren Montageplatz, sodass eine Gesamtkapazität von 12 bis 16 Maschinen pro Jahr erreicht wird. Geht der Verkauf so weiter, wie er begonnen hat, ist der Hersteller vorbereitet, wie es heißt. Bis zu 20 Maschinen pro Jahr sind laut Projektmanager Lutz Abel in der erweiterten Kapazitätsplanung berücksichtigt.

Verschleißfreies Führungsprinzip führt zu ruhigem Fräsverhalten

Was die Taurus nun so interessant macht, bringt Matthias Fleischer, Direktor Verkauf, auf den Punkt: „Waldrich Coburg besinnt sich auf seine jahrzehntelange Erfahrung mit dem Einsatz von hydrostatischen Führungen im Bereich der Großmaschinen. Dieses verschleißfreie Führungsprinzip verhilft der für Waldrich-Coburg-Verhältnisse ,kleinen' Taurus zu einem sehr ruhigen Fräsverhalten, auch bei extremer Beanspruchung während der Bearbeitung.“

Das Dämpfungsverhalten aus der Hydrostatik, unterstützt von den großzügig dimensionierten Gestellbauteilen, ergibt eine hohe Maschinensteifigkeit und damit höchste Genauigkeit. Ständer, Querbalken, Traverse, Bett, Tisch und Support bestehen aus hochwertigem Grauguss aus deutschen Gießereien. Auf „Made in Germany“ wird bei Waldrich Coburg Wert gelegt, und das gilt in vollem Umfang.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor sei zudem die komfortable Ausstattung der Maschine. Dabei wurde mit den Kunden zusammen die Optionsliste der Taurus geschrieben. In der Grundmaschine ist alles Notwendige schon integriert (automatischer Werkzeug- und Spindeleinheitenwechsler, Späneförderer und Kühlmittelanlage). Eine Vielzahl an Bearbeitungseinheiten kann ausgewählt werden, Maschinenvarianten mit Motorspindeln, Palettenwechsler oder drei verschiedene Steuerungsvariante (Heidenhain, Siemens, Fanuc) sind ebenfalls erhältlich. „Darüber hinaus ist Waldrich Coburg auch in der Lage, in einem gewissen Umfang kundenspezifische Modifikationen vorzunehmen, sollten die vorhandenen Optionen nicht ausreichen. Der Seriengedanke muss dabei gewahrt bleiben“, so Becker. MM

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