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Digitaler Produktpass Digitale Wasserzeichen optimieren jetzt das Kunststoffrecycling

Redakteur: Peter Königsreuther

Arburg engagiert sich schon länger für eine möglichst perfekte Kreislaufwirtschaft. Erfahren Sie hier, was es nun mit dem Vorhaben „Holygrail2.0“ auf sich hat...

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Das Prinzip der Circular Economy: Kunststoffprodukte, etwa aus purem Polypropylen (PP) können, wenn sie ein digitales Wasserzeichen haben, bald leichter sortenrein getrennt werden, um sie zu rezyklieren.
Das Prinzip der Circular Economy: Kunststoffprodukte, etwa aus purem Polypropylen (PP) können, wenn sie ein digitales Wasserzeichen haben, bald leichter sortenrein getrennt werden, um sie zu rezyklieren.
(Bild: Arburg)

Das Projekt „Holygrail2.0“ steht für das sortenreine Sortieren von Kunststoffverpackungen mithilfe digitaler Wasserzeichen, erklärt Arburg. Es ist jüngst in die nächste Runde gegangen und wird seit September diesen Jahres unter der Schirmherrschaft des Europäischen Markenverbands AIM vorangetrieben, heißt es weiter. Dabei ist Arburg unter den über 85 Unternehmen und Organisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der einzige Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoffverarbeitung.

Recycling soll wirtschaftlich auf stabile Basis gestellt werden

„Bereits im Rahmen des Pilotprojekts von Holygrail haben wir mit IML-Bechern aus Monomaterial gezeigt, dass die Technologie mit digitalen Wasserzeichen prinzipiell ausgezeichnet funktioniert“, erklärt Bertram Stern, Packaging und Circular Economy Manager bei Arburg. Jetzt gehe es darum, das Projekt europaweit auszubauen. Und zwar mit dem Ziel, Kunststoffverpackungen auf diese Weise auch im großen Maßstab sortenrein zu trennen sowie sie „smart“ und betriebswirtschaftlich sinnvoll zu recyceln, führt Stern weiter aus.

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Das digitale Wasserzeichen ist der Pass für Kunststoffprodukte

Ein effizientes und qualitativ hochwertiges Recycling ist nur möglich, betont Arburg, wenn Kunststoffabfälle sinnvoll gesammelt und optimal sortiert werden. Dabei sollten alle industriellen Prozesse des Wertstoff-Kreislaufs digitalisiert und miteinander verknüpft werden. Genau das ist der Hebel mit dem die Holygrail2.0-Initiative für digitale Wasserzeichen auf Verpackungen ansetzt.

Die digitalen Wasserzeichen sind für den Endverbraucher, wie es weiter heißt, unsichtbare, briefmarkengroße Kodierungen, die direkt auf der Oberfläche oder dem zugehörigen Label platziert werden. Die einzelnen Kachelmuster werden über mikrotopologische Variationen im Trägermaterial erzeugt und zu einer mosaikartigen Grafik vervielfacht, erklärt Arburg. Sie bilden quasi einen „digitalen Pass“, von dem ein Bruchstück ausreicht, um zum Beispiel Angaben zum Hersteller, den verarbeiteten Materialien und Einteilung in „lebensmitteltauglich oder nicht“ abzurufen, heißt es weiter. In Sortieranlagen sollen sich diese Informationen mit einer hochauflösenden Kamera auslesen lassen. An Supermarktkassen, oder für Endverbraucher, funktioniert dies ja schon über Scanner oder per App mit mobilen Endgeräten. So lassen sich über die gesamte Lebensdauer des Produkts beliebige Zusatzinformationen, etwa zur Verfügbarkeit, Verwendung oder Entsorgung, gezielt abfragen.

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