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Vorschau zur Composites Europe 2019

Digitaler Rückenwind für Faserverbundwerkstoff-Teile

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wie die digitalisierte Prozesskette den Compositeseinsatz optimiert, zeigt die Composites Europe im Verbund mit International Composites Conference und Lightweight Technologies Forum. Parallel gibt's die Foam Expo Europe.

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Die Composites Europe 2019 findet vom 10. bis 12. September in Stuttgart statt. Dort wollen die Aussteller unter anderem zeigen, wie die digitale Prozesskette den Einsatz von Faserverbundwerkstoffen wirtschaftlicher machen kann.
Die Composites Europe 2019 findet vom 10. bis 12. September in Stuttgart statt. Dort wollen die Aussteller unter anderem zeigen, wie die digitale Prozesskette den Einsatz von Faserverbundwerkstoffen wirtschaftlicher machen kann.
(Bild: Reed Exhibitions Deutschland)

Im internationalen Wettbewerb sind in Sachen wirtschaftlichem Einsatz von Compositeteilen automatisierte Fertigungsmethoden hoch im Kurs. Das ist der Impuls für den Messeveranstalter Reed Exhibitions Deutschland gewesen, die Trends und Fortschritte in der Produktion und der Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen vom 10. bis 12. September in Stuttgart einen passenden Fokus zu geben, wie es heißt. Flankiert wird die Messe von der International Composites Conference und dem Lightweight Technologies Forum. Parallel findet zudem die Foam Expo Europe auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Die Messebesucher treffen in diesem Jahr auf 300 Aussteller aus 30 Nationen, die Materialien, Technik und innovative Anwendungsbeispiele zeigen. Ein besonderes Augenmerk richte die Messe außer auf die Produkte auch auf innovative Prozesstechnologien. Entsprechende Innovationen, sollen die Besucher aber nicht nur im Ausstellungsbereich zu sehen bekommen, sondern auch auf den diversen Sonderflächen, im Rahmen von Themenrundgängen.

Detaillierte Compositefertigung im laufenden Betrieb erleben

Bestmöglich aufeinander abgestimmte Verarbeitungs- und Fertigungsprozesse stehen im Mittelpunkt des Formats „Process live“, so Reed Exhibitions. Auf gemeinsamen Ausstellungsflächen präsentieren Maschinen- und Anlagenbauer ihre Systeme deshalb im Zusammenspiel – und das im laufenden Betrieb, um so die einzelnen Teilprozesse im Zusammenhang zeigen zu können. Zu sehen ist etwa das von Airbus patentierte Vakuuminfusionsverfahren VAP (Vacuum Assisted Process), das im Mittelpunkt der Sonderfläche von Trans-Textil und Composyst steht. Das Verfahren ermögliche es, großflächige und geometrisch komplexe Bauteile in einem Schritt ohne Autoklaveinsatz zu fertigen. Deshalb ist es laut Airbus besonders attraktiv für Strukturbauteile im Flugzeugbau, in der Windkraft, Schifffahrt, im Schienen- und Straßentransport, im Maschinen- und Gerätebau sowie für die Bereiche Architektur und Freizeitindustrie.

So wenig Personaleinsatz wie möglich

Speziell auf die DACH-Marktregion, geprägt von kleineren und mittelständischen Unternehmen, ziele die „Process live“-Sonderfläche des Schneidspezialisten Gunnar aus der Schweiz ab. Gemeinsam mit dem Laserprojektions-Experten LAP und dem Composites-Engineering-Koryphäe Scheurer Swiss stellt Gunnar, wie es weiter heißt, einen verknüpften Gesamtprozess vor, der moderne Maschinen, Software und spezialisierte Handarbeit kombiniert. Die Basis dafür ist laut Gunnar ein automatisierter Herstellungsprozess von sortierten Lagenaufbauten in kleineren und mittelgroßen Mengen mit nur dem nötigsten Bedarf an Personaleinsatz.

Schneidtechnik und Digitaler Zwilling für Composites

Der Faserverbundspezialist Hacotech wird gemeinsam mit Aristo Graphic Systeme und Lavesan NC-gesteuerte Schneidprozesse und verschiedene Möglichkeiten der Bearbeitung vorstellen, heißt es. Außer dem Schneideprozess an sich würden die Produktionsvorbereitung und Konfektionierung, die Erstellung maßgenauer Schablonen und das Ausschneiden und Konfektionieren von Compositematerialien und Halbzeugen demonstriert.

Schneidtechnik steht auch noch im Mittelpunkt der Sonderfläche von Rebstock Consulting, Broetje-Automation und Zünd Systemtechnik, die sich mit dem Thema „Automated Sorting and Kitting“ am Format „Process live“ beteiligen, informiert Reed Exhibitions. Durch Einsatz des Digitalen Zwillings – eine parallel mitlaufenden Computersimulation von Bauteil und Anlage – gelingt die digitale Prozessbegleitung, durch die mögliche Fehler minimiert und die Prozesssicherheit erhöht werden.

Im RTM Verfahren hergestellte Laminate mit höchsten Brandschutzanforderungen und kurzer Aushärtungsdauer stehen dann im Mittelpunkt der Sonderfläche des Compositesherstellers Saertex und des Chemieunternehmens Scott Bader.

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