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DMG Mori legt mit Famot einen digitalen Meilenstein

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Feierlich eröffnete DMG Mori unlängst die modernisierte und erweiterte Produktionsstätte Famot im polnischen Pleszew.

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Bei einer Gesamtfläche von 50.000 m² entfallen in Famot 21.000 m² auf Produktions- und Montageflächen.
Bei einer Gesamtfläche von 50.000 m² entfallen in Famot 21.000 m² auf Produktions- und Montageflächen.
(Bild: Sonnenberg )

Mehr als 60 Mio. Euro investierte der Konzern in die Erweiterung der Gesamtfläche auf 50.000 m², darin inbegriffen die Digital Factory, neue Montagehallen für 2000 Maschinen im Jahr, eine erweiterte Spindelfertigung sowie ein neues Logistikcenter.

1877 gegründet, ist Famot mit rund 700 Mitarbeitern eines der traditionsreichsten Fertigungsstätten der DMG Mori Werke und zeitgleich die erste DMG Mori-Anlage, die End-to-End auf allen Wertschöpfungsstufen digital arbeitet. Mit modularen Produkten von Istos, DMG Mori Software Solutions und Werkbliq dient dieses zukunftsweisende Projekt als Beispiel für eine digitale Produktionsanlage. „Wir erleben aus erster Hand, wie die digitale Transformation in der Praxis umgesetzt werden kann, weil wir für unsere eigene Fertigung ganzheitliche digitale Lösungen entwickeln“, sagt Dr. Michael Budt, CSO Famot/Raziano/Ulyanovsk MT. Bei der Modernisierung mussten von Famot alle Wertschöpfungsstufen, einschließlich interner Arbeitsabläufe, Systeme sowie kontrollierter und manueller Prozessschritte gleichzeitig nahtlos vernetzt werden. Diese Aufgabe reichte vom Auftragseingang im Vertrieb bis zum Instandhaltungsmanagement und von der integrierten Produktionsplanung bis hin zur eigenen MDE/BDE-Software für die Überwachung elementarer Kennzahlen der mechanischen Bearbeitung.

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In Stimmung: Dr.-Ing. Masahiko Mori, President DMG Mori Company Limited (l.) und Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender DMG Mori Aktiengesellschaft bei dem Grand Opening von Famot am 8. Oktober 2018.
In Stimmung: Dr.-Ing. Masahiko Mori, President DMG Mori Company Limited (l.) und Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender DMG Mori Aktiengesellschaft bei dem Grand Opening von Famot am 8. Oktober 2018.
(Bild: Sonnenberg )

„Es geht um effiziente, schnelle und sichere Produktionsprozesse sowie um die nachhaltige Steigerung von Produktivität, Qualität, Transparenz und Reaktionsfähigkeit. Das Lastenheft umfasst auch die Anforderung, bestehende Insellösungen und neue Softwaresysteme zu einem integrierten agilen Produktionsnetzwerk zu kombinieren“, ergänzt Budt. Digitale Schwesterunternehmen der Gruppe – insbesondere Istos mit seinen modularen Anwendungen innerhalb der Planning Solutions – unterstützten Famot dabei.

Eines der Kernelemente der digitalen Fabrik ist bei Famot der sogenannte „Manufacturing Service Bus“. „Dieses offene Bussystem ermöglicht die Integration verschiedener werkspezifischer Anwendungen. Dazu gehören übergreifende Anwendungen wie ERP, HR oder Tool Management“, fasst Budt zusammen. Hinzu kommen die produktionsorientierte Istos-Anwendung für die Produktionsplanung, MDE/BDE, Anwendungen, die u. a. der zentralen Statusvisualisierung dienen, aber auch der Stammdatenverwaltung und der variablen Personaleinsatzplanung. Weitere Anwendungen, die über den „Manufacturing Service Bus“ kommunizieren, sind die webbasierte Serviceplattform Werkbliq der gleichnamigen Tochtergesellschaft von DMG Mori Allein die über 2000 produzierten Mappings zeigen die Relevanz des „Manufacturing Service Bus“. Mappings sind (teilweise bidirektionale) Verbindungen zwischen den Bereichen der verschiedenen Anwendungen.

Mit dem nachhaltigen Wachstum erhöht sich bei Famot auch den Bedarf an kompetenten Mitarbeitern – sowohl in der Produktion als auch im Service. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region arbeitet Famot daher mit mehr als 15 Technikerschulen und Universitäten zusammen. Diese Entwicklung betrifft auch die übergeordnete Vertriebs- und Servicegesellschaft DMG Mori Poland. Die Zahl der Servicetechniker hat sich in den letzten fünf Jahren auf 50 verdoppelt, und vor allem im Service werden neue Techniker unbefristet eingestellt und ausgebildet. Folgendes steht für Dr. Michael Budt fest: „Wenn wir über Servicequalität und Aftermarket im Allgemeinen sprechen, gehen wir keine Kompromisse ein. Darüber hinaus investieren wir in unsere Anwendungstechnik – sowohl bei Famot als auch bei DMG Mori Polska. Nur mit dem Engagement unserer Mitarbeiter gewinnen wir das Vertrauen unserer Kunden.“

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