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Werkzeugmaschinen DMG Mori steigert Auftragseingang um 12 %

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Trotz rückläufigem Markt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich der Auftragseingang für die DMG Mori Aktiengesellschaft im dritten Quartal 2016 positiv. Damit hat der Werkzeugmaschinenhersteller den Auftragseingang der vergangenen vier Quartale übertroffen.

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Hightech von DMG Mori: Mitarbeiter von Deckel Maho Pfronten justieren das Radmagazin einer DMC 80 H linear mit Platz für mehr als 400 Werkzeuge.
Hightech von DMG Mori: Mitarbeiter von Deckel Maho Pfronten justieren das Radmagazin einer DMC 80 H linear mit Platz für mehr als 400 Werkzeuge.
(Bild: DMG Mori)

Für den Erfolg trugen trugen unter anderem die erfolgreichen Herbstmessen bei. In den ersten neun Monaten präsentierte DMG acht Weltpremieren, davon zwei im dritten Quartal. Auf der erfolgreichen Herbstmesse AMB in Stuttgart zeigte DMG Mori 29 Exponate. Im Fokus der Innovationsstrategie steht die Digitalisierung. Dabei setzt das Unternehmen auf die App-basierte Steuerungs- und Bediensoftware Celos und plant zudem, seine Position bei den Zukunftstechnologien auszubauen, wie den DMG Mori Technologiezyklen und dem Additive Manufacturing.

Am 30. September 2016 waren 7375 Mitarbeiter, davon 318 Auszubildende im Konzern beschäftigt. Bei den inländischen Gesellschaften arbeiteten 4132 Mitarbeiter (56 %) und bei den ausländischen 3243 Mitarbeiter (44 %). Die Personalquote betrug 25,8 % (Vorjahreszeitraum: 23,6 %). Der Personalaufwand belief sich auf 428,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 404,7 Mio. Euro). Der Aktienkurs lag zu Beginn des dritten Quartals bei 42,28 Euro (01.07.2016) und schloss zum Ende des Berichtzeitraumes (30.09.2016) mit 43,34 Euro.

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Schwieriges Marktumfeld

Der Hersteller geht davon aus, dass das Marktumfeld für Werkzeugmaschinen schwierig bleibt. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll im Jahr 2016 rückläufig sein. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer aktuellen Prognose (Stand: Oktober 2016) nun von einem Rückgang des Weltverbrauchs von 1,7% auf 67,4 Mrd. Euro aus (Prognose im April: + 1,9 %).

Besserer Auftragseingang als im Vorjahr erwartet

Dennoch erwartet DMG Mori für das Gesamtjahr einen leicht besseren Auftragseingang als im Vorjahr und plant einen Umsatz von rund 2,25 Mrd. Euro. Das EBT soll rund 95 Mio. Euro betragen. Die Ergebnisentwicklung ist geprägt durch Einmaleffekte aufgrund der bereits eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Neuausrichtung. Unabhängig vom Verlauf der Geschäftsentwicklung ist die Zahlung einer „Garantiedividende“ in Höhe von 1,17 Euro durch den Beherrschungs-und Gewinnabführungsvertrag gewährleistet. Zudem wird von einem leicht positiven Free Cashflow ausgegangen.

Strukturelle Neuaufstellung von Vertrieb und Service

Durch das weitere Zusammenwachsen zu einem globalen integrierten Werkzeugmaschinenkonzern verstärkt DMG Mori seine Wettbewerbsposition in den Weltmärkten. Als „Global One Company“ konzentriert sich das Unternehmen auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services und stellt dafür seinen weltweiten Vertrieb und Service strukturell neu auf. Das Produktportfolio wird gezielt weiterentwickelt und die Produktionskapazitäten optimiert. „Global One“ steht für Integration, Innovation und Qualität.

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