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Hydropower Dosieren nur mit Wasserkraft – komplett ohne Strom

| Autor/ Redakteur: Jens Voigt / B.A. Sebastian Hofmann

Die Herstellung von Emulsionen ist besonders energieintensiv – nicht zuletzt wegen der eingesetzten Dosierpumpen. Komplett stromfrei kommt dagegen ein Gerät von LDT Dosiertechnik aus.

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Stromkabel sucht man bei der Dosatron-Dosierpumpe von LDT vergeblich. Sie funktioniert rein mit Wasserkraft.
Stromkabel sucht man bei der Dosatron-Dosierpumpe von LDT vergeblich. Sie funktioniert rein mit Wasserkraft.
(Bild: LDT GmbH)

Die Produktion von Kühlschmierstoffen stellt hohe Anforderungen an sämtliche Komponenten der Produktionsanlagen. Nicht zuletzt gilt das auch für die eingesetzten Dosier- und Mischeinheiten. Äußerst präzise müssen hier wasserlösliche und nicht wasserlösliche Stoffe miteinander zu hochstabilen und feindispersen Emulsionen zusammengebracht werden. Viele Industrieunternehmen setzen dabei auf elektrische Pumpen. Mit Blick auf die Energieeffizienz dieser Geräte ist ihr Einsatz allerdings kritisch zu betrachten.

Eine handelsübliche Membran- oder Kolbenpumpe kostet Anwender bei einer Fördermenge von 300 l/h und bei 12 Arbeitsstunden täglich satte 85 bis 120 Euro im Jahr (je nach regionalem Strompreis).

Eine deutlich energieeffizientere Methode verwendet der niederrheinische Kühlschmierstoff-Hersteller Rhenus Lub: den Proportionaldosierer Dosatron von LDT Dosiertechnik. Am Wassernetz angeschlossen nutzt er ausschließlich den Wasserdruck als Antriebskraft. Das Schmiermittelkonzentrat wird selbstständig angesaugt und vermischt sich mit dem Antriebswasser. Dabei verhält sich die Dosiermenge immer proportional zum Wasserdurchsatz. Auch eventuell auftretende Durchsatz- und Druckschwankungen im Wassernetz beeinflussen die Dosiergenauigkeit des Geräts nicht.

Pumpe bietet nicht nur Kostenvorteile

Besonders das kontinuierliche und sofortige Mischen in der Mischkammer des Dosierers sorgt für eine homogene und betriebsfertige Emulsion. Im Vergleich dazu dosiert eine elektrisch betriebene Kolben- oder Membrandosierpumpe, je nach eingestellter Hubzahl oder Impulsen, die gewünschte Flüssigkeitsmenge lediglich in den Prozessstrom. Erst in einem nachgeschalteten Mischer oder beim Verrühren in einem Behälter entsteht eine homogene und brauchbare Lösung. Das bedeutet allerdings zusätzliche Kosten für Ausrüstung und Installation sowie eine unsichere Qualität des angesetzten Konzentrats.

Angetrieben von der Wasserkraft schafft die Dosatron-Pumpe eine Dosierleistung von bis zu 20 m³/h.
Angetrieben von der Wasserkraft schafft die Dosatron-Pumpe eine Dosierleistung von bis zu 20 m³/h.
(Bild: LDT GmbH)

Der Leistungsbereich der Dosatron-Proportionaldosierer reicht je nach Gerät von maximal 0,7 bis 20 m3/h bei Betriebsdrücken von 0,12 bis 10 bar und einer Dosierrate im Bereich von 0,03 bis 25 %. Die hohe Dosiergenauigkeit und Reproduzierbarkeit von ± 3 % bedeutet für den Betreiber einen wirtschaftlichen Vorteil, weil Medien in höheren Konzentrationen eingesetzt werden können. Eine Überdosierung ist konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Schließlich wird nur Konzentrat hinzugegeben, wenn Wasser fließt. Neben den wirtschaftlichen Argumenten und Vorteilen spielen auch die eingesetzten Materialien eine entscheidende Rolle. Um eine hohe Beständigkeit gegenüber den Dosierflüssigkeiten zu gewährleisten, besteht das Gehäuse des Dosierers aus einem speziellen Polypropylen. Abgesehen von den Standardgeräten sind auch eine FDA-Ausführung für die Lebensmittelproduktion und eine Atex-Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche verfügbar. Gerade hier sind mit der Dosatron noch höhere Energieeinsparungen möglich, da der Aufwand für elektrische Pumpen im Ex-Umfeld wesentlich höher ist.

Stromloses Gerät spart bares Geld

Josef Geisbauer, Servicetechniker bei Rhenus Lub, schätzt, dass in seinem Unternehmen beziehungsweise bei dessen Kunden rund 400 bis 500 stromlos betriebene Dosatron-Proportionierpumpen im Einsatz sind. Rechnet man hier für herkömmliche Dosierpumpen Energiekosten von 100 Euro pro Jahr, sparen die Betriebe sich so insgesamt 40.000 bis 50.000 Euro.

Davon abgesehen gestaltet sich auch die Instandhaltung der Geräte einfach. Da die Wartung und der Service leicht zu handeln sind, werden entweder Ersatzteile per Post direkt zum Kunden geschickt oder die Geräte zu LDT. Nach einer Überprüfung beziehungsweise Reparatur in der Firma geht die Dosierpumpe dann in der Regel innerhalb von 24 h wieder zurück.

* Jens Voigt arbeitet im Bereich Sales & Marketing bei LDT Dosiertechnik in 22453 Hamburg, Tel. (0 40) 5 52 89 60-0, mail@ldt.info, www.ldt.info

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