Multiaxialgelege Drapierbarkeit wird zur messbaren Größe
Eine Antwort auf die Forderung nach messbaren Qualitätskriterien für Multiaxialgelege ist der Drape-Test. Er ermöglicht, erstmalig die Drapierbarkeit der Gelege präzise und reproduzierbar zu bewerten – durch optische Fehlererkennung und softwareunterstützte Auswertung.
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Multiaxialgelege sind heute Stand der Technik bei der Herstellung von Bauteilen aus Faserverbundkunststoffen. In den meisten Fällen können die Anforderungen an multiaxiale Faserorientierungen im Bauteil ohne Gelege nicht realisiert werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Endlosfaserverstärkung in Bauteilen von Windenergieanlagen, Automobilen, der Luftfahrttechnik und des Maschinenbaus wird die Forderung nach messbaren Qualitätskriterien für Multiaxialgelege immer lauter. Ziel ist die sichere und reproduzierbare Umsetzung optimaler Bauteileigenschaften.
Beides wird bei Saertex sehr ernst genommen. So arbeitet der Gelegehersteller an zahlreichen Lösungen, um insbesondere das Verhalten der Verstärkungstextilien im Umformungsprozess zu messen und anschließend auf die Kundenanforderungen hin zu optimieren. Eine messbare Qualitätsgröße ist die sogenannte Drapierbarkeit: die Fähigkeit von Multiaxialgelegen, sich beim Umformen einem dreidimensional gekrümmten Körper anzupassen. Sie spielt bei der Bauteiloptimierung eine zentrale Rolle.
Prüfmodell mit Halbkugel als dreidimensionalem Körper
Bisher wurden einfache Verfahren angewendet, um die Drapierbarkeit von Multiaxialgelegen zu beschreiben. So entwickelte Saertex vor wenigen Jahren das Drapiermodell Saedrape. Bei diesem Prüfmodell wird eine Halbkugel als dreidimensionaler Körper verwendet und bei der Umformung der Kraft-Weg-Verlauf der Gelege bestimmt. Gearbeitet wird dabei nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Saedrape gilt heute als Vorgängermodell des Drape-Tests, der eine optische Fehlerdetektion und -auswertung ermöglicht.
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