Multiaxialgelege

Drapierbarkeit wird zur messbaren Größe

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Aus den Testergebnissen kann unter anderem die Gap-Entstehung in Form eines prozentualen Gap-Anteils, bezogen auf die Gesamtfläche, dokumentiert werden. Außerdem lässt sich über die Kraft, die zur Verformung des Textils erforderlich ist, ein Wert generieren, der maßgeblich zur Analyse der Drapierbarkeit beiträgt. Möglich ist auch die exakte Bestimmung der Winkelabweichung lokaler Fasern im Textil im Vergleich zum globalen Faserwinkel.

Ein Triangulationssensor tastet während der Prüfung die Gelegeoberfläche ab

Dazu tastet ein Triangulationssensor während der Prüfung die Gelegeoberfläche ab. Anhand dieser Topographieerfassung im drapierten Zustand wird das Bild der Drapierbarkeit komplettiert. Es werden Schlaufen oder andere 3D-Verformungen im Textil erfasst. So können erstmalig bei einem Multiaxialgelege die Drapierergebnisse aus der Messung der mechanischen Verformungskraft und der optischen Fehlerdetektion (Gaps, Winkelabweichung) mit den Ergebnissen einer dreidimensionalen Analyse des Verformungsverhaltens eines Multiaxialgeleges gekoppelt werden.

Ein wichtiger Schritt ist dabei die softwareunterstützte Messdatenauswertung. Erst die Gesamtheit der softwareunterstützten Auswertungsmöglichkeiten des Drape-Tests führt zu einem vollständigen Bild der Drapierbarkeit von Multiaxialgelegen. Die Messwerte können optional als Minimal-Maxaximal- und Mittelwerte inklusive. Standardabweichung und weitere statistische Basisdaten verwendet werden.

Aus vielen Mess- und Analysedaten 
entsteht eine Drapierkenzahl

Ziel ist es, auf Basis sämtlicher Ergebnisse (Gaps-, Schlaufenentstehung, Winkelabweichung und Verformungskraft) sogenannte Drapierkennzahlen zu entwickeln. Diese Kennzahlen liefern dem Anwender Informationen über die Drapierfähigkeit des multiaxialen Geleges. Dafür wird zunächst eine breite Datenbasis erarbeitet, um Korrelationen und Einflüsse auf die Drapierbarkeit zu ermitteln. Gleichzeitig werden in wissenschaftlichen Arbeiten mathematische Modelle entwickelt, die Abhängigkeiten unterschiedlicher textiler Einflussfaktoren berücksichtigen und abbilden können. Zukünftig soll es möglich sein, mittels dieser rechnerischen Methoden die Drapierbarkeit von Gelegen zu bestimmen.

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