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Produktetrend

Drei Inkjet-Drucker im Vergleich

| Autor: Simone Käfer

Bei Binder + Wöhrle können Mitarbeiter nun die neuen Informationen zur Kennzeichnung direkt am 10,4"-Touchscreen des Jet 3 up von Paul Leibinger einstellen.
Bei Binder + Wöhrle können Mitarbeiter nun die neuen Informationen zur Kennzeichnung direkt am 10,4"-Touchscreen des Jet 3 up von Paul Leibinger einstellen. (Bild: Paul Leibinger)

Eine flexible Kennzeichnungstechnik bieten Tintenstrahldrucker. Sie können schnell die Beschriftung wechseln, sind günstiger als andere Systeme und manche sind auch mobil.

  • Der Jet 3 up von Leibinger druckt Kennzeichnungen bis 16 mm Höhe und 160 Mio. Zeichen mit 1 l Tinte.
  • Mit schwach pigmentierten Tinten in Schwarz, Blau oder Gelb ist der Linx 8940 von Bluhm Systeme 9,1 m/s schnell.
  • 1,05 kg wiegt der Handdrucker Mobile XL von Schneider Kennzeichnung. Er druckt Schrifthöhen von 2,7 bis 25 mm

Das Kennzeichnen mit Tintenstrahl- oder Inkjet-Druckern hat einige Vorteile. Zum Beispiel berühren nur die Tintentropfen das zu bedruckende Objekt, nicht die Druckerdüse. So können auch unebene, empfindliche und vorbei­fahrende Produkte beschriftet werden. Außerdem kommt Tintenstrahldruck den Anwender günstiger als Etikettierung. Für viele ist auch das einfache Wechseln der Kennzeichnung ein wichtiges Argument. So auch unserem heutigen Anwender Klemens Isele, Geschäftsführer von Binder + Wöhrle. Das Unternehmen stellt unter anderem Bowdenzüge her, also Seilzüge, die in Fahrrädern, Motorrädern oder Autos Zug- und Druckkräfte übertragen.

Da auch die bewährteste Maschine gelegentlich neuen Verfahren weichen muss, schickte Binder + Wöhrle kürzlich seine Heißprägemaschinen in den Ruhestand. Sie druckten mit vorgeheizten Präge­zeichen auf Kunststofffolien, die sich ablösten und als Schriftbild auf dem Produkt kleben blieben. Die Heißprägemaschinen ließen sich wirtschaftlich betreiben – allerdings nur in einer Zeit, in der auf Produkten wenige Daten erscheinen mussten. Für die vielen Produktdaten, die heute aufgedruckt werden müssen, sind die Heißprägemaschinen zu unflexibel. Deswegen machte sich Isele auf die Suche nach einem wirtschaftlichen und flexiblen Kennzeichnungssystem.

160 Mio. Zeichen mit einem Liter Tinte

Bei Paul Leibinger wurde Isele fündig. Am Drucker Jet 3 up kann er alle Informationen in Sekundenschnelle verändern, fünfzeilige Kleinschriften, Grafiken, Barcodes und alle gängigen Datamatrix-Codes mit einer Druckhöhe bis 16 mm inklusive. Einstellen lassen sich die Informationen über einen 10,4" großen Touchscreen. Die eingegebenen Informationen erscheinen eins zu eins auf dem Produkt, ganze ohne Testläufe. Damit war die Anforderung von Isele erfüllt. Als Zugabe erhält der Bowdenzug-Hersteller eine berührungslose Auftragstechnik. Dadurch kann der Drucker schneller arbeiten, die Technik schont das Produkt und Bruchstellen werden seltener. Die Drucker arbeiten derzeit mit 3,3 m/s, aber sie können mit Geschwindigkeiten bis 10 m/s drucken – das entspricht 36 km/h.

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Mittlerweile hat sich Binder + Wöhrle 13 Drucker zugelegt. Nicht nur für die Bowdenproduktion, sondern auch für die Herstellung von Rohren und Schläuchen. Da kommen Isele die niedrigen Betriebskosten des Druckers gelegen. Die Geräte verbrauchen mit einer Leistungsaufnahme von rund 30 W weniger Strom als eine Glühbirne. Ebenso gering ist der Verbrauch an Tinte. Mit einem Liter drucken die Geräte 160 Mio. Zeichen. Das reicht fast für ein ganzes Jahr. Zudem sind die Wartungs- und Reinigungskosten niedrig. Dafür sorgt das Sealtronic-System von Leibinger, ein automatisches Verschlusssystem.

Bei der Serie Linx 89 von Bluhm Systeme wird, während der Strahl läuft oder der Drucker druckt, die Tinte automatisch im Servicemodul Easi-Change durch den Tintenfluss gemixt.
Bei der Serie Linx 89 von Bluhm Systeme wird, während der Strahl läuft oder der Drucker druckt, die Tinte automatisch im Servicemodul Easi-Change durch den Tintenfluss gemixt. (Bild: Bluhm Systeme)

9,1 m/s in Schwarz, Blau oder Gelb

Bei der Serie Linx 89 von Bluhm Systeme wird, während der Strahl läuft oder der Drucker druckt, die Tinte automatisch im Servicemodul Easi-Change durch den Tintenfluss gemixt, ein mechanisches Rührwerk ist nicht mehr nötig. Mit jedem Start des Strahls startet auch automatisch der Mischzyklus. Dadurch soll der Drucker auch nach Stillstandszeiten von vier Wochen ab dem ersten Auftrag in gleichbleibender Qualität drucken. Außerdem verringern sich die Service-Intervalle durch das Modul auf 6000 Stunden oder 12 Monate, erklärt Bluhm, und die Reinigung des Druckkopfs würde alle sechs Wochen genügen. Außerdem kann die Linx-89-Serie auch Produkte und Verpackungen mit schwach pigmentierten Tinten gut lesbar bedrucken, in Schwarz, Blau und Gelb. Bei den 7- und 16-Punkte-Codes druckt der Linx 8940 mit schwach pigmentierten Tinten in einer Geschwindigkeit von 9,1 m/s.

Der Mobile XL von Schneider Kennzeichnung bedruckt Materialien mit saugenden, semisaugenden und nicht saugenden Oberflächen.
Der Mobile XL von Schneider Kennzeichnung bedruckt Materialien mit saugenden, semisaugenden und nicht saugenden Oberflächen. (Bild: Schneider Kennzeichnung)

Der handliche Inkjet-Drucker

Wer das Kennzeichnungsgerät lieber in der Hand hält, für den ist Mobile XL von Schneider Kennzeichnung interessant. Das Handbeschriftungsgerät kann unterschiedliche Materialien mit saugenden, semisaugenden und nicht saugenden Oberflächen ein- oder zweifarbig bedrucken. Es kann verschiedene Schriftarten und Schrifthöhen von 2,7 bis 25 mm ein- bis achtzeilig drucken. Neben Texten sind auch Barcodes, 2D-Codes sowie Logos und Grafiken möglich, die mit einer Auflösung von 600 dpi appliziert werden und somit gut lesbar sind. Das System wiegt 1,05 kg und arbeitet mit einem doppelten Lithium-Ionen-­Akku. Die Druckdaten können drahtlos über das mitgelieferte Android-Tablet an das System gesendet werden oder per SD-Karte. Durch diese können auch mehrere Hundert Texte über den Touchscreen am Gerät abgerufen werden.

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