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Heidenhain TNC auf der AMB 2018

Drei neue Zyklen vereinfachen das Wälzfräsen und -schälen von Verzahnungen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Verzahnte Komponenten sorgen in Fahrzeugen und praktisch jedem Getriebe und Antrieb für Dynamik und Kraft. Die Herstellung von Zahnrad & Co. ist aber nicht trivial. Um das zu ändern, hat ein Steuerungsspezialist sich zur AMB 2018 etwas Neues einfallen lassen.

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Die Heidenhain TNC 640 kommt jetzt mit drei neuen Zyklen zum Anwender, welche die Herstellung von Verzahungen wesentlich erleichtern sollen. Wie hier das Wälzschälen präziser Innenverzahnungen. Aber auch für das Walzfräsen gibt es eine neue Funktion, heißt es. AMB 2018 in Halle 2 am Stand C02.
Die Heidenhain TNC 640 kommt jetzt mit drei neuen Zyklen zum Anwender, welche die Herstellung von Verzahungen wesentlich erleichtern sollen. Wie hier das Wälzschälen präziser Innenverzahnungen. Aber auch für das Walzfräsen gibt es eine neue Funktion, heißt es. AMB 2018 in Halle 2 am Stand C02.
(Bild: Heidenhain)

Die Herstellung der Verzahnung erfolge dabei oft noch auf speziellen Maschinen, sodass die Werkstücke zeitaufwendig umgespannt werden müssten. Klassische Verfahren zur Herstellung von Verzahnungen sind laut Heidenhain an sich recht langwierige Prozesse. Die Bearbeitung in einer Aufspannung mit den dynamischen Verzahnungszyklen einer TNC-gesteuerten Maschine könne aber entsprechend viel Zeit, Aufwand und Kosten sparen. Die Herstellung von Verzahnungen gilt außerdem immer noch als echte Herausforderung, als ein Arbeitsfeld, das ausschließlich von Spezialisten bestellt wird, wie Heidenhain anmerkt. Das wollte der Steuerungsspezialist auch ändern, und hat nun drei neue Zyklen in seiner TNC 640 für das Wälzschälen und Wälzfräsen von Gerad-, Schräg- oder Pfeilverzahnungen implementiert, wie es heißt. Damit entstünden einfach und wirtschaftlich hochwertige Außen- und Innenverzahnungen komplett in einer Aufspannung. Die Software erlaube beide Bearbeitungen sowohl im Fräs- als auch im Drehprozess.

Präzise Bewegungsabläufe beim Wälzschälen

Der neue Zyklus 287 „Zahnrad Wälzschälen“ unterstützt den TNC-Anwender bei der Programmierung der komplexen Abläufe für das Wälzschälen, so Heidenhain. Als Vorgabe erforderlich seien nur die Daten zur Verzahnungsgeometrie und zu den einzusetzenden Werkzeugen. Alle weiteren Berechnungen, insbesondere zur aufwendigen Synchronisierung der Bewegungen, übernimmt die Heidenhain TNC 640. So wird die Herstellung von Innenverzahnung zum einfach beherrschbaren Standard.

Das Wälzschälen oder auch Skiving ist für Außen-, vor allem aber von Innenverzahnungen auf Maschinen mit synchronisierten Spindeln gedacht. Beim Wälzschälen könnten so komplette Bauteil in einer Aufspannung bearbeitet werden. Dadurch sind keine Sondermaschinen und somit auch keine Maschinenwechsel erforderlich, betont der AMB-Aussteller. Der Anwender profitier von Zeitgewinn und vom Qualitätszuwachs. Außerdem liege der aktuelle Erfolg des Wälzschälens in der wesentlich höheren Effizienz und Produktivität im Vergleich zum klassischen Stoßen. Neue Werkzeugtechnologien und die dynamische Bewegungsführung der Heidenhain TNC 640 im 2-Spindel-Betrieb machen die komplexen Abläufe beim Wälzschälen jedoch möglich, heißt es. Vorausgesetzt, die Maschine verfügt über eine Werkstückspindel mit ausreichend hoher Drehzahl und einer entsprechend konfigurierten Spindelsynchronisation, so die Traunreuter Steuerungsspezialisten.

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