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IKV Aachen

Druckguss-Spritzgieß-Kombination ermöglicht Herstellung von Kunststoffteilen mit gegossenen Leiterbahnen

22.10.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen entwickelt derzeit eine leistungsfähige Prozesskette zur Herstellung elektrisch leitfähiger Kunststoff-Metall-Verbundteile. Die Innovation besteht darin, Kunststoff und Metall in einem hybriden und einstufigen Mehrkomponenten-Spritzgießprozess zu verarbeiten. Das Verfahren wird auf der K 2010 vorgestellt.

Unter dem Motto „Hybrid Production – Bringing Power to Plastics” präsentiert das IKV zusammen mit zehn Partnern aus der Industrie einen speziell entwickelten Demonstrator. Die Forscher konzipierten eigens eine Sportbrille, um die Vorteile des Hybrid-Mehrkomponenten-Spritzgießens zu demonstrieren.

Spritzgießmaschine verarbeitet auch Metalllegierung

Die Sichtscheibe der Brille wird durch eine Leiterbahn beheizt, die Beschlag verhindert. Über die Wärmeabgabe machen die IKV-Forscher fließenden Strom indirekt sichtbar. Darüber hinaus zeigt der Demonstrator, dass eine hohe geometrische Freiheit bei der Umsetzung des metallischen Leiterbahnverlaufs sowie eine einfache und zuverlässige Kontaktierbarkeit von Einlegeteilen möglich sind.

Zur Herstellung der Sportbrille hat das IKV die Spritzgießmaschine K-Tec 200 S/2F der Ferromatik Milacron GmbH, Malterdingen, um ein spezielles Aggregat zur Verarbeitung der niedrig schmelzenden Metalllegierung erweitert. Die dafür verwendete Einspritzeinheit stammt aus dem Bereich der Kunststoffverarbeitung (Babyplast-Zusatz-Spritzaggregat, Christmann Kunststofftechnik GmbH, Kierspe). Sie wurde grundlegend modifiziert und für die Verarbeitung der niedrig viskosen Metalllegierungen optimiert.

Drei-Stationen-Indexplattenwerkzeug zum Mehrkomponenten-Spritzgießen entwickelt

Basierend auf dem Prinzip des Mehrkomponenten-Spritzgießens hat das IKV gemeinsam mit der Gebr. Krallmann GmbH, Hiddenhausen, sowie der Hasco Hasenclever GmbH + Co KG, Lüdenscheid, ein Drei-Stationen-Indexplattenwerkzeug entwickelt. Mithilfe des Werkzeugs wird die Brille in einer kompakten Fertigungszelle mit nur einem Werkzeug und einer Maschine hergestellt.

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