Abwärme Durchbruch bei thermomagnetischen Generatoren

Redakteur: Gary Huck

Viele Unternehmen nutzen Abwärme schon in Kraft-Wärme-Anlagen. Wäre es nicht interessant, wenn das auch bei Raumtemperatur möglich wäre? Das KIT forscht in diese Richtung.

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Die thermomagnetischen Generatoren basieren auf magnetischen Dünnschichten mit stark temperaturabhängigen Eigenschaften.
Die thermomagnetischen Generatoren basieren auf magnetischen Dünnschichten mit stark temperaturabhängigen Eigenschaften.
(Bild: KIT/IMT)

Mitarbeitern des Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Fortschritte bei der Entwicklung thermomagnetischer Generatoren gemacht. Zusammen mit der Universität Tohoku in Japan konnten die deutschen Wissenschaftler den Wirkungsgrad der Generatoren erheblich steigern.

Thermomagnetische Generatoren können als Alternative oder Ergänzung zu thermoelektrischen Verfahren genutzt werden. Erstere haben den Vorteil, dass sie auch schon bei niedrigeren Temperaturunterschieden funktionieren. Thermomagnetische Verfahren wurden bereits im 19. Jahrhundert entwickelt. Ihre Leistung war aber bisher nicht konkurrenzfähig.

Mit der Entwicklung des KIT hätte man nun erstmals ähnliche Werte wie bei thermoelektrischen Generatoren erreicht. Die Wissenschaftler konnten nach eigenen Angaben die elektrische Leistung im Verhältnis zur Grundfläche um den Faktor 3,4 steigern. Sie erhöhten dafür die Dicke der Nickel-Mangan-Gallium-Legierungsschicht von 5 auf 40 μm. Laut dem Forschungsleiter Prof. Manfred Kohl könnten diese Ergebnisse bei der Entwicklung von Verfahren zur Abwärmenutzung bei Raumtemperatur beitragen.

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