Gesundschrumpfung Porsche schließt drei Tochterunternehmen

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Beim Sportwagenhersteller Porsche kriselt es bekanntlich. Nun besinne man sich auf die Kernkompetenzen, was aber das Aus für drei Töchter bedeutet ...

Porsche kommt nicht zur Ruhe, die Verluste sind immens – und das schon länger. Nun hat sich das Management dazu durchgerungen gleich drei Tochterfirmen dicht zu machen ...(Bild:  Porsche)
Porsche kommt nicht zur Ruhe, die Verluste sind immens – und das schon länger. Nun hat sich das Management dazu durchgerungen gleich drei Tochterfirmen dicht zu machen ...
(Bild: Porsche)

Aus Porsche, früher erfolgsverwöhnt und Gewinnperle der Konzernmutter Volkswagen, ist im Laufe des Jahres 2025 ein Unternehmen im Krisenmodus geworden. Das Konzernergebnis betrug noch 310 Millionen Euro und damit gut 91 Prozent weniger als im bereits schon recht schwachen Jahr 2024. Ein Ende der Misere sei auch aktuell nicht in Sicht! Denn auch im ersten Quartal sackte der Gewinn um fast ein Viertel ab. Porsche schließt nun die Batterie-Tochter Cellforce, die e-Bike Performance GmbH sowie die Software-Tochter Cetitec, hat der Aufsichtsrat beschlossen, heißt es heute aus Stuttgart. Insgesamt treffe es damit rund 500 Beschäftigte. Erst vor zwei Wochen hatte Porsche angekündigt, unter anderem die Beteiligung an der Luxussportwagenschmiede Bugatti verkaufen zu wollen. Porsche muss sich nach Angaben von Vorstandschef Michael Leiters wieder auf das Kerngeschäft fokussieren. Das, so wird betont, ist die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung. Das zwinge eben auch zu schmerzhaften Einschnitten, wie zur Schließung der oben genannten Porsche-Töchter. Bis wann das Ganze aber abgewickelt werden sollen, bleibt zunächst unklar.

Bis 2029 werden bei Porsche noch viel mehr Mitarbeiter gehen

Erst im vergangenen August hatte die VW-Tochter einen Personalabbau bei Cellforce aus Kirchentellinsfurt angekündigt. Nach früheren Informationen der dpa waren damals über zwei Drittel der 280 Mitarbeiter betroffen. Die Batterietochter sollte sich eigentlich künftig auf die Forschung und Entwicklung fokussieren. Der Grund für den Schritt war ein Strategiewechsel, der Porsche bekanntlich weg von den ambitionierten E-Auto-Zielen führt, um wieder mehr Autos mit Verbrennermotor zu bauen. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung mit einer für Technologien offenen Antriebsstrategie besteht für Cellforce aber nun keine ausreichend tragfähige Perspektive mehr. Dort allein sind rund 50 Mitarbeiter betroffen. Und Porsche e-Bike Performance wurde einst zur Entwicklung von E-Bike-Antriebssystemen gegründet. Die Betriebsschließung an den Standorten Ottobrunn und Zagreb betreffe rund 350 Mitarbeiter. Und bei der Softwarefirma Cetitec aus Pforzheim sind etwa 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 in Kroatien von der geplanten Abwicklung betroffen. Dort wird die Geschäftsleitung Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen, wie es heißt. Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart bei Porsche bereits rund 1.900 Stellen sozialverträglich wegfallen. Zusätzlich sind die Verträge von etwa 2.000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Über ein zweites Sparpaket wird bereits länger verhandelt, was aber noch zu keinem Ergebnis geführt hat.

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