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Energietechnik

E-Mobility-Ladesystem von Lapp gewinnt German Innovation Award in der Kategorie Transportation

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Gleich bei der ersten Preisverleihung des German Innovation Awards räumte das Mode-2-Ladesystem von Lapp einen Gold-Award in der Kategorie Transportation ab.

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Sven von Boetticher, Inhaber von ID AID, und Lapp-CEO Matthias Lapp nehmen den German Innovation Award der Kategorie Transportation von Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, entgegen (v.l.n.r.).
Sven von Boetticher, Inhaber von ID AID, und Lapp-CEO Matthias Lapp nehmen den German Innovation Award der Kategorie Transportation von Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, entgegen (v.l.n.r.).
(Bild: Lapp)

„Dieser Preis bestätigt uns in unserer Strategie, komplett auf die Anforderungen unserer Kunden einzugehen“, so CEO Matthias Lapp. „Dazu gehört bei Lapp nicht nur eine ausgefeilte Technik, sondern auch ein entsprechendes Design.“

Das Ladesystem ist so gestaltet, dass die Automobilhersteller ihr eigenes Design einbringen und in das Markenerlebnis einbeziehen können. Lapp setze dies als erster Hersteller konsequent um – offenbar mit Erfolg, wie nicht nur die Auszeichnung mit dem Innovationspreis, sondern auch die große Nachfrage der Automobilhersteller zeige. Für die Gestaltung des Ladesystems ist das Stuttgarter Designbüro ID AID verantwortlich. ID AID hat bereits mehrere Projekte mit Lapp entwickelt, darunter Ladesysteme für BMW.

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Die Auszeichnung für das Mode-2-Ladesystem mit IC-CPD (In-Cable Control and Protection Device) leistet einen Beitrag zur Verbreitung der Elektromobilität. Denn bisher haben die Automobilhersteller das Laden an der Haushaltssteckdose – das sogenannte Mode-2-Laden – stiefmütterlich behandelt, es galt eher als Notlösung. Genau in diese Lücke stoße Lapp mit dem Ladesystem mit IC-CPD und zahlreichen technischen Neuerungen wie höheren Ladeströmen und elektrischen Schutzfunktionen.

Austauschbares Netzkabel

Das Ladesystem ermögliche durch ein austauschbares Netzkabel das Laden an Haushalts- oder CEE-Steckdosen weltweit – und das mit Leistungen bis 11 kW, Temperaturüberwachung und automatischer Erkennung des maximalen Ladestroms. Die Arretierung des netzseitigen Kabels an der Box, die sich mit einem Schiebemechanismus intuitiv in zwei Stufen lösen lässt, sei ein gutes Beispiel, wie Form und Funktion eine Einheit bilden – ganz im Sinne des German Innovation Award, der Kriterien wie Funktionalität und Bedienbarkeit, Gestaltungsqualität und Innovationsgrad bewertet.

Das Ladesystem für Elektro- und Hybridfahrzeuge werde so zur Ladesäule zum Mitnehmen und gleichzeitig zur Wallbox light. Mit einer geeigneten Wandhalterung in der Garage ersetze es eine teure Wallbox und sei als mobile Ladestation im Kofferraum immer dabei.

Jury ist vom Ladesystem vollkommen überzeugt

„Lapp Charge macht das Laden von Elektroautos an haushaltsüblichen Steckdosen in Deutschland, Europa und darüber hinaus nicht nur technisch sicherer, sondern auch wesentlich komfortabler. Ein längst fälliges Produkt, das einen Maßstab für Mode-2-Ladesysteme setzt und damit dem Fahrer eines Elektroautos das Vertrauen gibt, den Nutzungsradius sogar ins Ausland zu erweitern“, so die Begründung der Jury.

Der German Innovation Award zeichnet branchenübergreifend Produkte und Lösungen aus, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden. Denn: Innovationen, die Zukunft gestalten und das Leben verbessern, gibt es in allen Branchen. Manchmal sieht man sie auf den ersten Blick – oftmals aber auch nicht. Das will der German Innovation Award ändern. Er macht großartige Leistungen für ein breites Publikum sichtbar und unterstützt eine erfolgreiche Positionierung.

Verliehen wird er vom Rat für Formgebung. Ins Leben gerufen vom Deutschen Bundestag und gestiftet von der deutschen Industrie, setzt sich der Rat als unabhängige und international agierende Institution für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein. Mit seinen Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen, Seminaren und Publikationen leistet er einen entscheidenden Beitrag zum Wissenstransfer rund um das Thema Design.

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