Segoni AG

Effizientes ERP/PPMS-System sichert Marktchancen im Werkzeug- und Formenbau

Seite: 3/3

Firma zum Thema

Kooperationspartner einschalten bevor es zur Überlastung kommt

Die neue Software hat auch eine positive Auswirkung auf die angestrebte, stets gute Termintreue bei µ-Tec. Das war schon immer ein wichtiges Thema im Unternehmen. „Es ist etwas das uns wichtig ist, weil das unseren Kunden wichtig ist, denen wir erklären müssen, warum sie uns als Lieferanten brauchen“, betont der Geschäftsführer. Eng verknüpft mit dem Begriff Liefertreue sind auch die Stichwörter Kommunikation und Transparenz in der Fertigung – allen voran für den Kunden. „An dieser Stelle nützt uns Segoni auch sehr, weil wir zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es um das Projekt steht. Selbst, wenn ich nichts mit der Fertigung zu tun habe, kann ich dem Kunden Rede und Antwort stehen über Termine, über auffällige Probleme, oder Veränderungen. Zusätzlich gibt uns die Planungsweise optimale Reserven im Hinblick auf Einhaltung des Termins, damit haben wir eine große Sicherheit den Termin auch praktisch und Tag genau zu realisieren.“, ergänzt Klink.

Aufträge lehnt µ-Tec jedoch grundsätzlich nicht ab. Viel mehr nutzt man die roten Balken in der Kapazitätsübersicht von Segoni.Futur um die Mehrarbeit bei einer Überauslastung frühzeitig an Kooperationspartner zu vergeben. „Wir folgen eher der Philosophie: Der Auftrag wird trotzdem angenommen! Wir kümmern uns um die vertragsgemäße Abwicklung, der Termin ist Bestandteil des Vertrages, und wenn wir die Stunden nicht selbst haben, dann entscheiden wir welche Arbeiten wir über Kooperationspartner zuliefern lassen können, damit wir alles unter einen Hut kriegen. Und die Übersicht/Überwachung von Fremdleistungsressourcen gelingt mit Segoni ja genauso wie mit unseren eigenen.“, bestätigt der µ-Tec-Entscheider.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 21 Bildern

Auch die mannlosen Stunden hält der Geschäftsführer in einer Statistik fest, um diese immer wieder auf Optimierungspotenziale zu prüfen. „Zusätzlich zu min. und max. haben wir auch einen mannlosen Stundensatz den wir mitführen können um die Kosten zu ermitteln. Wir halten auch diese Stunden in einer Statistik fest, um zu erkennen an welcher Stelle durch eine verbesserte Automatisationsabfolge noch mehr mannlose Stunden erreichbar sind. Es wird auch ausdrücklich beim Buchen der Zeitrückmeldung verlangt, entsprechende Angaben zur Mitlaufarbeit zu hinterlassen.“ Das Thema Automatisation wird bei µ-Tec wachsam behandelt. Klink erklärt dazu: „So gibt es zum Beispiel beim HSC-Fräsen einen Mitarbeiter der zwei Maschinen betreut. Bei den anderen Fräsmaschinen gibt es zwei Mitarbeiter pro Schicht, die 3 Maschinen betreuen. Zwei Maschinen von den drei sind ganz konventionell ausgestattet, da gibt es keine Automation. Bei einer von diesen älteren ist immerhin ein Null-Punkt-Spannsystem integriert. Und bei der jüngsten Maschine ist überdies noch ein Palettenwechsler mit dabei.“

Stets wissen, was im eigenen Werkzeug- und Formenbau gerade los ist.

Über die Fertigungsleitung wird durch die Auswahl der entsprechenden grauen Kisten versucht bestmöglich so zu manövrieren, dass unbemannte Stunden auch entstehen, wenn keiner da ist. Ansonsten wird es dazu genutzt, dass eine Maschine laufen kann während an der anderen gerüstet werden muss. Michael Klink ergänzt: „Im Einzelteilgeschäft lässt sich das Rüsten nicht automatisieren, da muss jedes Teil auf seine Art gerüstet werden.“ Der Rüstaufwand ist bei µ-Tec immer sehr unterschiedlich was dazu führen kann, dass die Maschine hier und da doch mal steht. Natürlich gibt es Ausnahmen. Der Geschäftsführer erinnert sich: „Bei unserer HSC-Gruppe hatten wir wiederkehrende Arbeiten in einem ganz bestimmten Geschäftsfeld und da konnte in kurzer Zeit ein ganzes Wochenende eingerüstet werden und die Maschinen haben sich selbst bedient. So sind in Spitzenzeiten mit diesen beiden Maschinen bis zu 1000 Stunden im Monat zustande gekommen. Das geht für den reinen Werkzeugbau, aus meiner Sicht, nicht so ohne weiteres. Zumindest nicht in unserer Besetzung.“

Der Erfolg des Unternehmens liegt neben der guten Arbeit sicherlich nicht zuletzt daran, dass man immer wieder aufs Neue interne Prozesse hinterfragt und dokumentiert, um sie später auswerten und gegebenenfalls verbessern zu können. Beim Umzug in die neue Halle wurde von Beginn an, alles richtig gemacht. Auch die Erkenntnis, dass man beim effizienten Arbeiten nicht um ein ERP-System herumkommt, welches auf die Einzelteilfertigung ausgelegt ist, hat maßgeblich zu der effizienten Arbeitsweise beigetragen. Michael Klink bestätigt: „Durch Segoni haben wir einen deutlich tiefer gehenden Blick in die Fertigung: Was läuft gut? Was läuft schlecht? Wir haben auf Knopfdruck Aussagen zur Verfügung, über die Nachkalkulation bis hin zu einzelnen Abläufen und haben eine gute planerische Übersicht, die uns zu sehr verlässlichen Terminaussagen befähigt.“ Beides seien Aspekte, die man bei kleineren Formenbaubetrieben nicht an jeder Ecke finde.

Besonders stolz ist Klink auch darauf, dass die Kunden die Bemühungen im ganzen Unternehmen bemerken und wertschätzen. „Für Kunden, die hier reinkommen und wissen wollen: ‚Was steckt eigentlich hinter µ-Tec?‘ ist es jedes Mal ein besonderes Aha-Erlebnis zu sehen, wie wir hier arbeiten. Diese Professionalität, die wir mit so einem System wie Segoni demonstrieren können, ist ungewöhnlich für einen Betrieb unserer Größenordnung.“

µ-Tec ist ein Unternehmen mit seiner eigenen Philosophie und hohen Ansprüchen an Professionalität. Dafür sind nicht nur die Kunden, sondern auch die motivierten und zufriedenen Mitarbeiter dankbar. Erst kürzlich überraschten diese die Geschäftsleitung zum 20. Firmenjubiläum mit einer Torte und einem Fotoalbum. So steht den nächsten erfolgreichen 20 Jahren nichts im Weg.

(ID:45004727)