Antriebssystem Ein einziges Motorkabel für die störsichere Datenübertragung
Über eine rein digitale Motor-Feedback-Schnittstelle eröffnen sich für Motorenhersteller viele Vorteile bei der Entwicklung und Integration leistungsfähiger Antriebe: Kosteneinsparungen, weniger Platzbedarf, neue Potenziale für das Downsizing und keine Kompromisse hinsichtlich der Sicherheit der Kommunikation.
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Die Schnittstelle Hiperface DSL (für Digital Servo Link) von Sick ist ein rein digitales Interface, das mit einem Minimum an Verbindungstechnik zwischen Frequenzumrichter und Motor-Feedback-System auskommt. Es entspricht dem Standard RS485 und ermöglicht eine robuste, störsichere Datenübertragung zwischen Regler und Motor (Bild 1). Diese erfolgt über zwei Adern, die direkt in ein einziges, bis zu 100 m langes Motorkabel integriert sind.
Neuartige Kommunikation eröffnet Maschinenbauern viele Vorteile
Hierzu wird die Kommunikation auf die Versorgungsspannung des Motor-Feedback-Systems, zum Beispiel eines Singleturn-Motor-Feedback-System EKS36 oder einer Multiturn-Version EKM36, aufmoduliert (Bild 2). Zusätzlich können auch die Daten anderer Sensoren, zum Beispiel die eines Wicklungstemperatursensors, über das digitale Motor-Feedback-Protokoll übertragen werden. Äußerlich sind elektrische Antriebe mit Motor-Feedback-Systemen und integrierter Hiperface-DSL-Schnittstelle daran zu erkennen, dass sie nur noch einen Gerätestecker aufweisen.
Für den Antriebshersteller Kollmorgen ist das Hiperface-DSL-Portfolio von Sick die ideale Ergänzung der eigenen digitalen Einkabeltechnik. Dass sich Maschinenbauer von den Vorteilen dieser Kommunikationstechnologie viel versprechen, zeigte die große Resonanz bei der erstmaligen Präsentation von Kollmorgen-Antriebslösungen mit integrierten Hiperface DSL-Motor-Feedback-Systemen vor einem Jahr.
In Einkabeltechnik ausgelegte Servomotoren und Servoregler
Kollmorgen ist einer der führenden Anbieter von integrierten Automations- und Antriebssystemen sowie entsprechenden Komponenten für Maschinenbauer in der Lebensmittel-, Verpackungs- und Druckindustrie, der Luftfahrt- und der Medizintechnik sowie in zahlreichen weiteren Branchen. Das Unternehmen erarbeitet immer wieder neue Antriebssysteme, die sich hinsichtlich Performance, Qualität, Zuverlässigkeit und einfacher Bedienung auszeichnen. Eines der jüngsten Beispiele hierfür sind die funktionsreichen und skalierbaren Servoregler der AKD-Serie, die Synchronservomotoren der AKM-Familie mit ihrer hohen Leistungsdichte sowie die Edelstahlmotoren der Baureihe HKM im Hygienedesign. Sie alle sind in der Einkabeltechnik ausgelegt.
Kollmorgen war eine der ersten Firmen, die dies bei Servomotoren so umgesetzt haben. Seit mehr als acht Jahren sind die AKM-Motoren mit dem digitalen Resolver SFD und einem Kabel im Feld. Die SFD-Technologie vereint die Resolvervorteile – robust, lagerlos, unempfindlich bei höheren Temperaturen und günstig – mit den Vorteilen digitaler Technologie, wie der EMV.
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