Prozessmanagement

Eine vernetzte Wissensdatenbank für die Instandhaltung

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Logistik und Instandhaltung? Das passt, denn beide Disziplinen vertrauen auf stabile Prozesse. Der Dortmunder Ansatz heißt CoMiS (Condition Monitoring in industriellen Servicenetzwerken).

Die Idee hat das Ziel, bestehende Condition-Monitoring-Verfahren im Unternehmensverbund einzusetzen und die erfassten Zustandsdaten unternehmensübergreifend zur Früherkennung von Fehlern, Erfassung der Anlagenzustände, zur Restlebensdauerbestimmung und der Optimierung der Anlagen sowohl beim Betreiber als auch beim Hersteller einzusetzen. Am Datenaustausch sollen Anlagenbetreiber, Anlagenhersteller und Servicedienstleister (Bild 2) beteiligt werden.

Sichere IT ist Grundvoraussetzung für den Erfolg des Projekts

Dafür ist eine IT-Infrastruktur zu schaffen, die den Datenaustausch ermöglicht und gleichzeitig die unternehmensspezifischen Anforderungen an die Datensicherheit im Netzwerk sicherstellt. Die entsprechende Software muss anschließend die zur Verfügung gestellten Daten sammeln, aggregieren, zusammenführen und auswerten.

Neben der IT-Sicherheit stellt die Gestaltung geeigneter Geschäftsmodelle einen weiteren Schwerpunkt der geplanten Forschungsarbeiten dar. Denn letztlich kann ein solches Netzwerk sich nur etablieren, wenn die Erkenntnisse eine Steigerung der Anlagenverfügbarkeit ermöglichen und damit ein klarer Kundennutzen aufgezeigt werden kann. An diesem Kundennutzen müssen alle Teilnehmer in adäquater Weise, entsprechend ihrem Aufwand, profitieren. Im Rahmen der Forschungsarbeiten sollen unterschiedliche Anlagenkomponenten, die bisher nicht im Fokus der Condition-Monitoring-Anwendungen stehen, für eine Eignung zum Einsatz der Technologien untersucht und ausgewählt werden. Die Sensoren werden anhand ihrer Eignung für das Aufdecken der zu erwartenden Fehlerbilder ausgewählt.

Eine Lösung auch für vieleunerfahrene Unternehmen

Weiterhin werden der Beitrag der eingesetzten Technologien zur Restlebensdauerbestimmung sowie zur Eignung zum Datenaustausch verglichen und weiterentwickelt. Im letzten Schritt werden für konkrete Komponenten/Technologie-Kombinationen die Potenziale im Hinblick auf eine Schadensdetektion und Restlebensdauerermittlung dargestellt und anhand der vorhergehenden Schritte nachgewiesen. Das Wissen über das Abnutzungsverhalten der überwachten Bauteile ermöglicht den Herstellern und Betreibern, ihre Anlagen zu optimieren, Schwachstellen zu beseitigen und den zunehmenden Anforderungen nach der Kalkulation von Lebenszykluskosten nachzukommen.

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