Schaeffler Einsatz rotativer Direktantriebe in Werkzeugmaschinen zahlt sich aus

Redakteur: Stefanie Michel

Die neue rotative High-Performance-Direktantriebsserie RKI von INA Drives & Mechatronics (IDAM) verfügt gegenüber herkömmlichen Torquemotoren über ein 30% höheres Drehmoment. Drehzahl und mechanische Leistung sind um das Fünffache höher und gleichzeitig sinkt die Verlustleistung um bis zu 60%, wie Schaeffler auf der EMO Hannover 2011 zeigt.

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Die Antriebe der rotativen High-Performance-Direktantriebsserie RKI verfügen gegenüber herkömmlichen Torquemotoren über ein um 30% höheres Moment. Bild: Schaeffler Gruppe
Die Antriebe der rotativen High-Performance-Direktantriebsserie RKI verfügen gegenüber herkömmlichen Torquemotoren über ein um 30% höheres Moment. Bild: Schaeffler Gruppe
( Archiv: Vogel Business Media )

Damit wird weniger Wärme erzeugt, sodass aufgrund geringerer Kühlung die Betriebskosten sinken. Andererseits können aber auch bei gleicher Leistung Motorengrößen angepasst und Kosten für Umrichter und Motor reduziert werden.

Rotative Direktantriebsmotoren erweitern Einsatzbereich von Maschinen

Die Optimierung des Motorkennfeldes in den rotativen Direktantriebsmotoren soll sich besonders bei Anwendungen im Produktionsmaschinenbau auszahlen. So kann beispielsweise der Einsatzbereich bei Dreh-Fräszentren durch die erweiterten Drehzahl- und Drehmomentbereiche der RKI-Serie stark vergrößert werden. Nach Angaben des Herstellers führen hier die statische und dynamische Laststeifigkeit sowie die sehr guten Gleichlaufeigenschaften der Motoren zu exakten Bearbeitungsergebnissen und hohen Oberflächengüten.

Mit der Kombination von RKI-Direktantrieb und dem neuen, schnelllaufenden Axial-Schrägkugellager ZKLDF.B von Schaeffler haben die Hersteller von Werkzeugmaschinen und ihrer Subsysteme nun die Möglichkeit, eine der leistungsstärksten Rundachsen aufzubauen.

Standard-Innenläuferantriebe für neue Motorenreihe überarbeitet

Für die neu entwickelte Motorenreihe wurde der interne Aufbau der Standard-Innenläuferantriebe der RI-Serie komplett überarbeitet. Während der Rotor im RI-Antrieb noch ein homogenes Stahlteil war, besteht er beim RKI aus einer Baugruppe, deren Kern ein geblechter Magnetträger bildet. So können die Wirbelstromverluste auf ein Minimum reduziert werden.

Der Rotor wird weniger erwärmt und ist nicht mehr der begrenzende Faktor für die Leistungsfähigkeit des Motors. Dadurch sind wesentlich höhere Drehzahlen möglich. Zudem sind die Permanentmagnete im Rotor so angeordnet, dass der Magnetfluss maximiert wird. Der überarbeitete Aufbau führt zur Bündelung des Magnetfelds.

Schaeffler auf der EMO Hannover 2011: Halle 7, Stand C34

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