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Massenfertigung

Einschubwagen verhindert Stangendreher beim Schäldrehen

20.08.2008 | Autor / Redakteur: Thomas Koch, Thomas Maßmann / Frank Fladerer

Bild 1: Beim Schäldrehen handelt es sich um die kinematische Umkehrung des Längs-Runddrehens. Das Material wird dabei konzentrisch durch ein umlaufendes Werkzeug hindurchgeschoben oder -gezogen.
Bild 1: Beim Schäldrehen handelt es sich um die kinematische Umkehrung des Längs-Runddrehens. Das Material wird dabei konzentrisch durch ein umlaufendes Werkzeug hindurchgeschoben oder -gezogen.

Schäldrehen ist ein Verfahren der Massenfertigung. Diese Fertigungsweise ist aus dem Drehen entstanden und ist mit dem Längs-Runddrehen mit umlaufendem Werkzeug verwandt. Die große Nachfrage in der Energietechnik sorgt für eine verstärkte Verbreitung des Schäldrehens.

Schäldrehmaschinen werden vorwiegend in der Massenfertigung zur wirtschaftlichen Herstellung von Blankstahl hoher Qualität und zum Grobschälen dickwandiger Rohre sowie von gewalztem oder gegossenem Rundstahl eingesetzt. Das Schäldrehen ist ein vom Drehen abgeleitetes Fertigungsverfahren. Es handelt sich um die kinematische Umkehrung des Längs-Runddrehens mit großem Vorschub unter Verwendung eines umlaufenden Werkzeuges, durch das das Material konzentrisch hindurchgeschoben oder -gezogen wird (Bild 1).

Die Umsatzverteilung der letzten Jahre bei der Schumag AG hat gezeigt, dass es einen deutlichen Trend hin zur Schältechnologie gab, der erwartungsgemäß auch zukünftig anhalten wird. Grund dafür sind die deutlich gestiegenen Anforderungen an hochqualitatives und insbesondere oberflächenfehlerfreies Rundmaterial mit engen Toleranzen.

Einsatz unter anderem für Bauteile für die Energietechnik

Besonders der weltweite Boom in der Energietechnik sorgt verstärkt für Nachfrage nach Schäldrehmaschinen. Die Herstellung von Getriebewellen, Turbinenläufern, Bohrstangen und Flanschen für Rohrverbindungen sind einige typische Anwendungsfälle für das Schäldrehverfahren. Die jüngere Entwicklung innerhalb des Schälens macht ferner deutlich, dass der Markt für Blankstahl mit großen Abmessungen einen Umbruch erlebt. Wurden früher äußerst selten geschälte Stangen mit Durchmessern größer 200 mm gefordert, so ist heute dieser Bedarf an Stangenmaterial sprunghaft angestiegen.

Eine neue Maschinengeneration, die auf diese Veränderung reagiert und das Schälen geschmiedeter Stangen mit Durchmessern bis 500 mm ermöglicht, ist die PMH-Baureihe. Dieses Maschinenkonzept berücksichtigt nicht nur die technischen Anforderungen dieser Sonderanwendungen, sondern trägt auch den Forderungen nach Betriebskostenreduzierung und Flexibilität Rechnung.

Das Groß-Schälen innerhalb der Blankstahlfertigung ist eine große Herausforderung. Eine erste Anforderung besteht darin, dass in diesem Bereich häufig zerspanungstechnisch schwierige Werkstoffe wie rostfreie Stähle und auch Nickelbasislegierungen verarbeitet werden. Die Maschinen der PMH-Baureihe verfügen dazu über weitaus höhere Leistungsreserven als Vorgängermaschinen.

Des Weiteren ist das Vormaterial bei großen Stangendurchmessern in der Regel geschmiedet. Dieses Herstellungsverfahren führt jedoch dazu, dass das Vormaterial häufig krummer und unrunder ist, als man es grundsätzlich bei gewalztem Material kennt.

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