Massenfertigung

Einschubwagen verhindert Stangendreher beim Schäldrehen

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Vorteile gegenüber herkömmlichem Einschubapparat

Das Arbeitsprinzip mit einem Einschubwagen hat außer der Möglichkeit, den Schäldrehprozess der Krümmung des Materials anzupassen, noch weitere Vorteile gegenüber dem Einsatz eines Einschubapparates mit Rollen. Dadurch, dass die Stange im Einschubwagen an einer festen Position geklemmt wird, kann wirksam verhindert werden, dass sie sich während des Schälprozesses dreht. Diese sogenannten Stangendreher traten bei herkömmlichen Maschinen in Kombination mit geschmiedetem, relativ ungenauem Material immer wieder auf und konnten zum Teil erhebliche Maschinenschäden verursachen.

Ein Entwicklungsziel bei der PMH-Schäldrehmaschine war es, im Verbund mit der beschriebenen schältechnischen Innovation ein über die Lebensdauer der Maschine optimiertes Betriebskostenkonzept zu realisieren. Daher ist der Aufwand für Wartung und Werkzeugwechsel bei der PMH gegenüber den Groß-Schälmachinen der Vorgängergeneration deutlich reduziert worden. So entfällt beispielsweise durch die Verwendung von verschleißfreien Spannbacken in den Spannwagen das regelmäßige Wechseln von Einschubrollen.

Ein solcher Wechsel verschlissener Rollen eines Einschubapparates verschlingt nicht nur mehrere tausend Euro Materialkosten, sondern benötigt bis zu einer halben Schicht Arbeitszeit, in der die Maschine nicht produzieren kann.

Die Schäldrehmaschine hat bereits erste Abnehmer: Ein bedeutender europäischer Stahlveredler hat sich für das neue Konzept entschieden, weitere Auftragsverhandlungen stehen vor dem Abschluss.

Dipl.-Ing. Thomas Koch ist Leiter Konstruktion bei der Schumag AG in 52076 Aachen; Dr.-Ing. Thomas Maßmann ist im selben Unternehmen Mitarbeiter in der Abteilung Projektierung Schälen, Richten, Schleifen.

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