E-Mobility Elektromobilität als Motor für Peripheriebranchen

Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Udo Schnell

Kaum seriengerecht entwickelt, treiben die elektrischen Alternativen nicht nur Autos, sondern auch Diskussionen zur Manipulationssicherheit von Nutzerdaten, zur Bezahlung des Ladestroms oder zur Ausbildung von Rettungsdiensten und Feuerwehrleuten an.

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Die Fachkonferenz Omnicard fand Mitte Januar im Berliner Grand Hotel Esplanade statt. Dort lässt Wagenmeister Henrik von de Mortel die täglichen Einkäufe und schnelle Transporte seiner Mitarbeiter mit einem Elektroauto erledigen. Die Tanksäule befindet sich direkt vor dem Haupteingang. (Bild: Lochmaier)
Die Fachkonferenz Omnicard fand Mitte Januar im Berliner Grand Hotel Esplanade statt. Dort lässt Wagenmeister Henrik von de Mortel die täglichen Einkäufe und schnelle Transporte seiner Mitarbeiter mit einem Elektroauto erledigen. Die Tanksäule befindet sich direkt vor dem Haupteingang. (Bild: Lochmaier)

Wie manipulationssicher ist das Elektroauto? Zur Beantwortung dieser Frage sind alle relevanten Aspekte der Fahrzeugsicherheit zu untersuchen, von Ladekommunikation über Roaming und das Identitätenmanagement, bis hin zu Authentisierungs- und Bezahlprozessen. Überzeugende Konzepte sind deshalb vor dem Bau der ersten Prototypen relevant, also bereits in der Entwicklungsphase zu leisten. Dadurch eröffnen sich auch neue Geschäftsfelder.

IT-Sicherheit darf nicht vernachlässigt werden

Noch steckt die Technik in den Kinderschuhen, vor allem was Reichweite und Kosten der Batterietechnik angeht. Dennoch sind bereits heute zukunftsweisende Aspekte zu bedenken. „Die IT-Sicherheit kommt ins Spiel, weil die einzelnen Verkehrsträger sich künftig sehr viel stärker vernetzen“, begründet Volker Blandow, Global Head of E-Mobility bei der TÜV Süd Product Service GmbH.

So sieht Peter Büttgen vom Fachreferat IV beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI), die Unternehmen in der Pflicht, dabei von Beginn an beim Verbraucher mit überzeugenden Konzepten zu punkten. „Wir haben es bei der Elektromobilität mit einem vollkommen gläsernen Autofahrer zu tun, weshalb es nicht nur auf die technische Nutzeridentität ankommt, sondern auch auf die persönliche Verifikation von Halter, Besitzer oder Eigentümer“, gibt Büttgen zu bedenken.

Unterschiedliche Rollenkonzepte 
müssen entwickelt werden

Die Ausgangsfrage sei, wer von wem welche Daten zu welchem Zweck benötige, da es von außen zahlreiche Möglichkeiten für Eingriffe gebe wie Ortungsmöglichkeiten, Bewegungsbilder durch Infrastruktur, Kundenidentifikation an Ladestationen, Batteriestatus und Fahrzeugdatenspeicher.

An die Vertreter von Industrie und Energiewirtschaft gerichtet bedeute dies, unterschiedliche Rollenkonzepte zu entwickeln und abzubilden, wobei die beteiligten Abrechnungsstellen, Infrastruktur- und Netzbetreiber eng miteinander kooperieren sollten, so der Datenschützer weiter.

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