Automation Elektroverband ZVEI ist für 2021 optimistisch

Der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) rechnet für 2021 in der Automation mit einer deutlichen Erholung. Helfen sollen der Klimaschutz und der 5G-Netzausbau.

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Roland Bent, Vorstand des Fachverbands Automation beim ZVEI: „Auch wenn die aktuelle konjunkturelle Lage nur schwierig einzuschätzen ist und die Unsicherheit Pandemiebedingt hoch bleibt, rechnen wir für das nächste Jahr mit einer deutlichen Erholung.“
Roland Bent, Vorstand des Fachverbands Automation beim ZVEI: „Auch wenn die aktuelle konjunkturelle Lage nur schwierig einzuschätzen ist und die Unsicherheit Pandemiebedingt hoch bleibt, rechnen wir für das nächste Jahr mit einer deutlichen Erholung.“
(Bild: Phoenix Contact)

Der Branchenverband ZVEI zeigt sich auf der wegen der Corona-Pandemie nur online stattfinden Messe SPS auf seiner Pressekonferenz optimistisch. Zwar sei die aktuelle Konjunktur der Automation weiterhin schwierig. Denn nach den ersten neun Monaten 2020 beträgt der in Deutschland gemeldete Umsatz der Automation nur 34,5 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 11 %. Doch erfreulich ist, dass sich der globale Automationsmarkt erholt und die Rückgänge mit –3 % deutlich geringer ausfallen werden, als erwartet.

„Auch wenn die aktuelle konjunkturelle Lage nur schwierig einzuschätzen ist und die Unsicherheit pandemiebedingt hoch bleibt, rechnen wir für das nächste Jahr mit einer deutlichen Erholung“, erklärt Roland Bent, Vorstand des Fachverbands Automation. „Zumal die langfristigen Entwicklungstrends, insbesondere die Anforderungen an einen wirkungsvollen Klimaschutz und die voranschreitende Digitalisierung, für die Automation nach wie vor intakt sind.“

Der Fachverbands-Vorstand betont darüber hinaus, dass die Automation gerade in der Corona-Krise ihre Stärken ausspielt und einen wichtigen Beitrag zur Fortsetzung der Produktion geleistet habe. „Es zeigt sich, dass ein hoher Automatisierungsgrad durch Steuerungen, Sensorik und Aktorik hilft, die Produktion auch unter Wahrung der Corona-Sicherheitsregeln aufrechtzuerhalten.“

Innovation für Klimaschutz steht im Fokus der Automation

Den wichtigen Beitrag der Automation zum Klimaschutz zeigt das Beispiel CO2-neutrale Fabrik durch Gleichstromnetze. Denn 70 % des in der Industrie anfallenden Stromverbrauchs entfallen auf Elektromotoren, die damit der größte Verbraucher elektrischer Energie sind. „Ein gleichstrombasiertes Smart Grid in der industriellen Produktion ist deutlich energieeffizienter als eine wechselstrombasierte Energieversorgung“, so Gunther Koschnick, Fachverbandsgeschäftsführer Automation. „In Modellanlagen konnten wir nachweisen, dass die Energieverbräuche im Durchschnitt bis zu 10 % gesenkt werden können.“ Hinzu kämen auch Materialeinsparungen.

Industrie 4.0 mit 5G bietet Chancen zum Ausbau der industriellen Führungsposition

Ein Jahr nach Inkrafttreten der Vergabebedingungen für lokale industrielle und landwirtschaftliche Mobilfunknetze, sogenannte 5G-Campusnetze, sind bereits knapp 90 Anträge bei der Bundesnetzagentur eingegangen. „Die hohe Nachfrage ist sehr erfreulich. Campusnetze sind in Verbindung mit Industrie 4.0-Anwendungen essenziell für den Industriestandort Deutschland und Voraussetzung für eine fortgesetzte starke Stellung im internationalen Wettbewerb“, erklärt Koschnick. .

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt