bkl-Lasertechnik auf der formnext Endlich! Hochglanzoberflächen an geschäumten Spritzgußteilen

Redakteur: Peter Königsreuther

Der nordbayerische Laserspezialist bkl-lasertechnik hat ein Verfahren entwickelt, mit dem, wie es heißt, im Spritzgussverfahren geschäumte Teile mit Hochglanzflächen möglich werden. Formnext, Halle 3.1, Stand C80.

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Bkl-Lasertechnik aus Rödental hat ein Verfahren entwickelt, durch das per Spritzgußtechnik geschäumte Bauteile, auch Hochglanzoberflächen erhalten können. Zu sehen auf der formnext 2016 in Frankfurt in Halle 3.1, am Stand C80.
Bkl-Lasertechnik aus Rödental hat ein Verfahren entwickelt, durch das per Spritzgußtechnik geschäumte Bauteile, auch Hochglanzoberflächen erhalten können. Zu sehen auf der formnext 2016 in Frankfurt in Halle 3.1, am Stand C80.
(Bild: bkl-Lasertechnik)

Die Schäumtechniken im Spritzgussverfahren bringen entscheidende Vorteile, heißt es. Aber Materialersparnis und Geschwindigkeitsgewinn gingen leider auch mit einem Qualitätsverlust an den Oberflächen der Teile einher. Das bedeutete bisher, dass lediglich Kunststoffteile mit dem Schäumverfahren gespritzt werden konnten, bei denen die Oberflächenqualität nicht von Bedeutung war, erklärt bkl-Lasertechnik.

Laserexperten gehen andere Wege

Aber warum hat sich ausgerechnet ein Laserspezialist dieser Problematik angenommen? Ganz einfach, sagt Bernd Klötzer, Inhaber von bkl-lasertechnik: „Die für dieses Verfahren notwendigen Geometrien zur konturnahen Kühlung der Werkzeuge lassen sich praktisch nur mit der additiven Fertigung im Laserschmelzverfahren anfertigen.“

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Denn ausschlaggebend für den Erfolg des Verfahrens, sei der für die Qualität der Oberflächen entscheidende Arbeitsschritt der gezielten Aufheizung und Abkühlung der Form an den richtigen Stellen und zur richtigen Zeit im Spritzgießzyklus zu erreichen. Mit einer neu entwickelten Temperiertechnik werde ein heißes Spezialfluid in die Kühlkanäle gespritzt, um die Oberflächen an den entscheidenden Stellen aufzuheizen, bevor der Kunststoff in die Form gespritzt wird. Danach wird die Form mit einem anderen Fluid rasch abgekühlt.

Metall-Laserschmelzen

Die Geometrien für solch eine konturnahe Temperierung ließen sich also nur mit additivem Laserschmelzen realisieren. An anderen Stellen muss die Form aber isoliert werden, damit sie die Wärme nicht weiterleitet oder an der falschen Stelle speichert, so Klötzer. Auch hier komme die Lasertechnik ins Spiel. Denn mit ihr lassen sich feine Wabenstrukturen konzipieren, die weit weniger wärmeleitend sind als massives Metall. Kurz gesagt: Mit dem Metall-Laserschmelzen lassen sich Formen bauen, die mittels feiner Kanäle oder isolierender Wabenstrukturen blitzschnell und gezielt erhitzt und gekühlt werden können – genau das, was man braucht.

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