VDI zum Koalitionsvertrag: „Endlich werden ambitionierte politische Ziele durch konkrete Maßnahmen unterlegt“

Quelle: Pressemitteilung

Der jetzt vorgestellte Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP bringt Deutschland laut Verein Deutscher Ingenieure (VDI) auf den richtigen Pfad, um die in Paris vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen.

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„Endlich werden ambitionierte politische Ziele durch konkrete Maßnahmen unterlegt“, lobt Ralph Appel, Direktor des VDI, den neuen Koalitionsvertrag.
„Endlich werden ambitionierte politische Ziele durch konkrete Maßnahmen unterlegt“, lobt Ralph Appel, Direktor des VDI, den neuen Koalitionsvertrag.
(Bild: Catrin Moritz / VDI)

„Sinnvolle Maßnahmen zur deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen sind Klarheit beim Kohleausstieg im Jahr 2030, der Ausbau der Wärmenetze und das Ziel, 50 Prozent erneuerbare Energien bei der Wärmeerzeugung bis 2030 zu erreichen“ so Ralph Appel, Direktors des VDI. „Die im Verkehrssektor geplanten Maßnahmen leisten einen weiteren erheblichen Beitrag“, so Ralph Appel, Direktors des VDI

Der VDI begrüßt die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien von etwa 45 % im Jahr 2020 auf 80% im Jahr 2030 sowie die Anhebung der Ausbauziele der Offshore-Windkapazitäten. Appel: „Endlich werden viele der ambitionierten politischen Ziele durch konkrete Maßnahmen unterlegt. So berücksichtigt die Entlastung des Strompreises von der EEG-Umlage auch soziale Aspekte. Auch die Förderung der Akzeptanz neuer Energieinfrastrukturen wie etwa Bürgerenergie oder die Beteiligung der Kommunen an den Erlösen sowie die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren sind wichtige neue Ansätze im Koalitionsvertrag.“

Der von der Ampelkoalition forcierte zügige Ausbau von Gaskraftwerken und ein Innovationsprogramm zur Förderung von H2-ready-Gaskraftwerken wird aus VDI-Sicht einen großen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Wichtig sei auch die geplante Einbindung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität durch die geplante „Allianz für Transformation“.

Letztendlich ist Klimaschutz auch eine globale Herausforderung. Deshalb begrüßt der VDI ausdrücklich, dass dieser Koalitionsvertrag auch die europäische Ebene einbindet und die internationale Dynamik im Klimaschutz und die daraus resultierende internationale Nachfrage nach klimaneutralen Technologien adressiert.

Im Sinne der angestrebten Mobilitätswende begrüßt der VDI die im Bereiche des öffentlichen Verkehrs geplanten Maßnahmen. Aus VDI-Sicht wird insbesondere die Steigerung der Attraktivität und der Kapazität im ÖPNV unterstützt. Die Weiterentwicklung des Datenraums Mobilität ist dabei eine entscheidende Maßnahme.Der VDI sieht den angestrebten Ausbau der Elektrifizierung des Schienennetzes bis 2030 auf 75% bei gleichzeitiger Nutzung innovativer Antriebstechnologien als zielführend. Im Bereich der individuellen motorisierten Mobilität sind die geplanten Maßnahmen zur Dekarbonisierung bestehend aus Förderung der Elektromobilität und gleichzeitiger Berücksichtigung von weiteren CO2-neutralen alternativen Antriebstechnologien ein richtiger Schritt zu einer umsetzbaren Bewältigung der Antriebswende.

Etwas kurz kommt die Energie- und Ressourceneffizienz angesichts von früheren Aussagen aus der Politik vom „schlafenden Riesen“ Energieeffizienz der geweckt werden muss und „Energy efficiency first“. Es bestehen hier laut VDI noch immer beträchtliche betriebswirtschaftlich sehr rentable Energie-Effizienzpotentiale durch Technologien, bei denen Deutschland häufig eine herausragende Position auf den Weltmärkten hat und die ein wachsendes Exportpotential bieten.

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